Ein bisschen in eigener Sache: Denn klappern gehört zum Handwerk

(Krefeld, 04. Januar 2021) Tue Gutes und rede darüber. Das ist der inzwischen 50 Jahre alte Titel eines Buches vom Autor mit dem blumenreichen Namen Georg-Volkmar Graf Zedtwitz-Arnim. Er hat insofern weiterhin Aktualität, als ihn sich PR-Agenturen für ihre Marketing-Strategien zu eigen machen, um ihre Werbebotschaften an die Unternehmen und letztlich Konsumenten zu bringen. Dazu gehören auch ebensolch szenische Sprüche-Klassiker wie „Klappern gehört zum Handwerk und „Wer nicht wirbt der stirbt“. Wenngleich nicht kommerziell ausgerichtet, sondern kostenfrei mit der Eingabe auf www.lampis.net oder www.senioren-leichtathletik.net zu haben, gilt das schlussendlich auch für unser Nischenengagement von, aber nicht nur für Senioren-Werfer/innen.

Bei einem Online-Medium muss ständig „Leben in der Bude“ sein

Obschon nicht existenziell für einen sich im (Un-)Ruhestand befindlichen Sportjournalisten, so liegt es bereits von je her in der beruflichen DNA, dass die Informationen, Kommentare, Kolumnen und Glossen auch gelesen werden. Die Einschaltquote sollte schon stimmen. Niemand schreibt, außer fürs eigene Tagebuch, schließlich für den luftleeren, imaginären Raum. Das ist glücklicherweise nicht der Fall. Aber die Skala ist nun mal nach oben offen. Ein paar mehr dürfen es stets gerne sein.
Grundvoraussetzung für ein Online-Medium ist es, jeden lieben neuen Tag auch etwas Neues zu präsentieren. Ohne ständiges „Leben in der Bude“ bleiben die
Leser irgendwann weg. Freilich in bereits seit zehn Monaten anhaltenden Zeiten wie diesen (na, ihr wisst schon) der speziellen Nachrichtenverknappung bei nahezu brach liegenden Landschaften in der (Senioren-)Leichtathletik nicht ganz so einfach, dem selbst auferlegten Anspruch gerecht zu werden.

Positive Rückmeldungen für unser Nischenengagement

Das lässt sich rein fachspezifisch schlankweg nicht erfüllen. Die Löcher woll(t)en wir auch nicht mit aphoristisch angehauchten, großformatigen Fotos mit angefrorenen Rosen als Festtagsgrüße füllen oder gar längere Pausen einzulegen wie anderswo. Es soll schon Tag für Tag informativer, zumindest allgemeinverbindlicher, in eine unterhaltsame Form gegossener Lesestoff sein. Das ist augenscheinlich gelungen. Dies belegen etliche positive Zuschriften und Telefonate. Die sind im Kommunikationsgeschäft hoch anzusiedeln, da sich eher jemand meldet, wenn er sich durch irgendwas beschwert fühlt. Wobei wir ganz bewusst auch einigen sinnbildlich gehörig auf die Füße getreten sind. Aber unumstößlichen Fakten lässt sich schwerlich etwas entgegnen. In mittlerweile elf Jahren LAMPIS hat es bei über 4.000 Artikeln lediglich anlässlich der Senioren-DM 2011 in Minden eine unberechtigte (!) und in der Sache abgewiesene Beschwerde gegeben.

410 Beiträge in drei Fenstern anno 2020

Für die Freunde der Statistik noch ein paar Zahlen und Daten. Trotz insgesamt achttägigem Klinik-Aufenthalt und einer dreiwöchigen ambulanten Reha-Kur lief der Betrieb anno 2020 durchgängig weiter. Lediglich an drei von 366 Tagen herrschte gewollte Funkstille. In Summe sind in den Fenstern Nachrichten, Ergebnisse und Flurfunk 410 Beiträge veröffentlicht worden. Mithin 44 mehr als das Jahr Tage hatte. Schaut euch zum Vergleich mal in der Senioren-Spielecke
auf dem DLV-Portal um. Da waren es vier in den letzten beiden Monaten. Inklusive der eminent wichtigen obligatorischen, allmonatlichen Anti-Doping-Newsletter für die „wilde Rasselbande“ der Ü30-Generation.
An dieser Stelle hat der „Dramaturg“ für uns den Applaus vorgesehen. Doch meine bisweiligen Gastautoren Dieter Krumm, Knut Reimann, Carlo Berlini, Jochen Kern, Alwin J.Wagner, Torsten Lange und ich als verantwortlicher Betreiber können ihn leider nicht hören. Es reicht indes völlig, wenn uns die Stammbesucher und Gelegenheitsgäste weiterhin die Treue halten und unsere Internet-Adresse aufsuchen. Dazu sind Hinweise und Anregungen der interaktiven Mitarbeit stets willkommen. Naturgemäß Empfehlungen im Kameradenkreise ebenfalls.
Und zu guter Letzt noch dies: Dank sei auch den zuvorkommenden
Maulwürfen" und aufmerksamen, mitunter weibllichen Erd(en)männchen", die uns so manche Steilvorlage mit Treffergarantie lieferten!