Weitspringerin Malaika Mihambo erneut Sportlerin des Jahres

(Baden-Baden/Krefeld, 21. Dezember 2020) Ein sportlich-gesellschaftlicher Höhepunkt pflegt in unserer Nation zum furiosen Finale eines jeden Jahres die feierlich-festliche Proklamation zum Sportler, zur Sportlerin und Mannschaft des Jahres zu sein. Doch so armselig wie das in weiten Teilen durch Corona stark eingebremste 20-20 kam gestern Abend die vom ZDF live übertragene Auszeichnung aus dem sonst von 700 geladenen Gästen gefüllten, diesmal zwangsläufig gähnend leeren Bénazet-Saal im Kurhaus von Baden-Baden daher. Was sich das gastgebende „Zweite“, mit dem wir Sehleute ja angeblich besser sehen, dazu einfallen ließ war ebenfalls kein Feuerwerk, keine Gala an Glamour, Glanz und Glitzer der gekonnten Fernsehunterhaltung mit Informationscharakter. Routiniert spulte das erprobte, aber eher staubtrockene Moderatoren-Duo Kathrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne das schematische, zeitlich kurzweilige, indes zum Anschauen eher langatmige 75-minütige Programm herunter. Bereits sehr spartanisch und ungewöhnlich, dass nicht in umgekehrter Reihenfolge die drei Erstplatzierten, sondern nur die jeweiligen Sieger geehrt wurden. Die AHA-Regeln hätten auf der großen Bühne und dem weiten Saal locker gewahrt werden können. Aber derzeit ist eben alles anders. Gewöhnen wir uns daran.

Novum: Ein Mannschaftssportler überlegen bei den Männern vorn

Blasen also auch wir keinen Heißluftballon auf und reduzieren es auf den reinen Nachrichtenwert, da es heute in den meisten Tageszeitungen noch nicht nachzulesen ist. Die Gewinner sind: Die anwesende Weitspringerin Malaika Mihambo (wie im Vorjahr), der per Video zugeschaltete NHL-Eishockey-Profi Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers (Kanada), in Vertretung durch Karl-Heinz Rummenigge, Hasan Salihamidzic und Niklas Süle erwartungsgemäß die Fußball-Allesgewinner des FC Bayern München. Als ob es noch eine große Überraschung gewesen wäre, wurden zum „krönenden Abschluss“ die bereits zuvor öffentlich bekannt gegebenen „Sportlegenden des Jahrzehnts“ Magdalene Neuner, Dirk Nowitzki (beide zugeschaltet) und Laura Ludwig/Kira Walkenhorst (anwesend) wie ein Kaninchen aus dem Umschlag gezaubert. Sehr originell.

Die ersten Sechs bei jeweils genannten 20 Platzierten

Männer: 1
. Leon Draisaitl (Eishockey) 1.768 Punkte,  2. Johannes Vetter( Leichtathletik) 649,3. Jan Frodeno (Triathlon) 517, 4. Karl Geiger (Skispringen) 501, 5.Thomas Dreßen (Ski Alpin) 487, 6. Alexander Zverev (Tennis) 308.
Frauen: 1. Malaika Mihambo (Leichtathletik) 898, 2. Sophia Popov (Golf) 781, 3. Emma Hinze (Radsport) 746, 4. Denise Herrmann (Biathlon) 675, 5. Laura Siegemund (Tennis) 603, 6. Viktoria Rebensburg (Ski Alpin) 568.
Mannschaften: 1. FC Bayern München 1.763, 2. Krawietz/Mies (Tennis) 1,126, 3. Bobteam Francesco Friedrich 839, 4. Deutschland-Achter 661, 5. VfL Wolfsburg (Fußball, Frauen) 313, 6. Bahnrad-Team-Sprint 258.
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