Kugelstoß-Spezialist Karl-Heinz Marg beendet erfolgreiche Karriere

(Osterholz-Scharmbeck/Krefeld, 29. September 2014) Ein ganz großer der Zunft hängt zumindest seine Spezialschuhe für das Kugelstoßen an den viel zitierten Nagel. Die mit kleinen Dornen unter den Sohlen zieht er jedoch weiterhin regelmäßig an. Wer jetzt auf Spikes tippt, der liegt gründlich daneben. Vielmehr handelt es sich um Golfschuhe. Kugelstoß-Spezialist Karl-Heinz Marg (*1938) von der SG Osterholz will das Wechselspiel zwischen Golfball und Vier-Kilo-Kugel endgültig einstellen. So ist es jedenfalls in einem riesig aufgemachten Zeitungsartikel mit eingeblocktem Foto im "Osterholzer Kreisblatt" nachzulesen.
Die Worte les’ ich wohl, doch allein mir fehlt der Glaube. Eine Auszeit von der Wettkampf-Leichtathletik hatte der heute 76-jährige Grandseigneur immer wieder einmal genommen, um in der nächsthöheren Altersklasse erneut anzugreifen und die bestehenden Weltrekorde zu verbessern. Aktuell hält er die Freiluft-Bestmarken in der M70 (15,89 m) und 75 (14,24 m), sowie den unter dem Hallendach in der M75 (14,48 m), dazu den Hallen-Europarekord in der M70 (14,76 m). Der glänzende Techniker, der stets sehr vielseitig trainierte (Sprint, Sprung, Kraft, Beweglichkeit, Koordination), gewann in seiner von größeren Verletzungen verschont gebliebenen erfolgreichen Karriere je fünf globale und kontinentale sowie elf nationale Titel. Halle und Freiluft zusammen gerechnet. Sport betreibt er seit 65 Jahren, darunter Amateur-Boxen, Tennis, als Seiten- und Späteinsteiger Golf mit inzwischen beachtlichem Handicap von 16 und eben Schwerathletik – Kugelstoßen halt. Den Golfschläger will er als Mitglied des GC Worpswede weiterhin schwingen und im Fitnessstudio etwas für die allgemeine Athletik tun.
"Sag niemals nie", verheißt ein James-Bond-Filmtitel. Nennen wir vorsorglich die Weltrekorde in der M80 mit dem 3-Kilo-Kügelchen, kaum größer als ein Golfball: Stadion 13,98, Halle 13,68 m, jeweils gehalten vom Finnen Leo Saarinen.
Auf Wiedersehen im Ring mit 2,13 Meter Durchmesser spätestens in 2018!