DAMM: LAC Quelle Fürth nimmt andere Klubs mit ins Team-Boot

  • Drucken

(Fürth/Wendelstein/Krefeld, 04. Dezember 2020) Nach gravierenden Verletzungen und Vereinsabgängen ist auch das LAC Quelle Fürth nicht mehr in der Lage in der W50 und M60 konkurrenzfähige Mannschaften aus dem eigenen Fundus buchstäblich auf die Beine zu stellen. In der W50 wird es ab 2021 eine StG Quelle Fürth/Roth/Bad Staffelstein geben. Beim letzten Team-Finale Senioren, bekannter unter DAMM, 2019 in München (in dieser Saison wurde bekanntlich auch diese Meisterschaft ohne jede Not gestrichen), holten die Damen hauptsächlich bei Sprint, Sprung und Staffel die meisten Punkte. Die höchsten Punktzahlen verschieben sich in der (hoffentlich) kommenden Saison eher auf die 3000m und das Kugelstoßen. Summa summarum sind aber trotzdem gut 200 Zähler mehr möglich als zuletzt noch in der Bayern-Metropole. Die größte Einzelernte dürfte Iris Coors mit deutlich über 13 Metern im Kugelstoßen einholen.

Hubert Berger und Michael Pagels verstärken die „Bayernmasters“

Mit neuer Firmierung als Stg LAC Quelle Bayernmasters wird die M60 antreten, hat mit Hubert Berger (im Bild) vom TSV Schwabmünchen erheblich aufgeforstet. Der 66-Jährige Unternehmer eines Buchverlages und einer Fahrrad-Manufaktur hat sich als von je her exzellenter Diskuswerfer (Deutscher Junioren-Meister) mit verstärktem Training ein zweites sportliches Standbein im Kugelstoßen aufgebaut. Darauf darf die Szene besonders gespannt sein.
Michael Pagels (*1959) vom TSV 1860 Rosenheim ist im Sprint, Sprung und der Staffel ebenfalls eine vielfältige Bereicherung. Die M60 war im Vorjahr vom allseits „beliebten“ DLV mal wieder wegen der Ausländerregel beim Deutsch-Ungarn Laszlo Müller vollkommen zu Unrecht gesperrt worden. Das kann nicht mehr passieren, musste die Dachorganisation nach einem Gerichtsurteil doch ihre DLO per Verbandsratsbeschluss entsprechend ändern. Das aufgepeppte Team sollte beim Endkampf 2021 im westfälischen in Lage in der Lage sein im Bereich von 7.800 Punkten mit Tendenz nach weiter oben zu landen. Trübe Aussichten für die Konkurrenz um Titelverteidiger Stg Hünxe-Bedburg-Duisburg (7.393 Punkte; Vorkampf 7.672).

M 70 bleibt weiterhin eine Eigenmarke

Eine lupenreine Quelle-Mannschaft stellt die M70, die 2019 mit 7.145 Zählern Silber gewann. Als Nachrücker aus den eigenen Reihen wird der vielseitige Jung-Siebziger Georg Ortloff (Kugel, Diskus, Weitsprung) die oberste Altersetage in diesem Wettbewerb erheblich aufwerten. Die nicht immer verlässliche Papierform deutet auf etwa 7.750 Punkte hin. Den deutschen Rekord stellte 2014 in Essen die LAG Obere Murg mit ihrem Frontmann Roland Heiler (Kugel/Diskus) mit 7.784 Punkten auf. Dieser Wert ist nach dem realen Disziplin-Programm rausgerechnet, da es seinerzeit den vom kürzlich zurückgetretenen Wettkampfleiter Frank O.Hamm inszenierten und bereits im nächsten Jahr wieder abgeschafften baren Unsinn mit Joker und Streichergebnis gegeben hatte.

Erste Feuertaufe für das Terzett beim Landesfinale

Eine erste Feuertaufe haben diese drei neuformierten Teams beim bayerischen Landesfinale am 29.Mai 2021 in Wendelstein zu bestehen. Da wird sich zeigen, ob sich Wunsch und Wirklichkeit beliebig in Einklang bringen lassen.
Noch ein interessanter allgemein verbindlicher Aspekt: Von den 94 Mannschaften die 2019 einen DAMM-Durchgang absolviert haben, gehören derer 72 einer Leichtathletik- oder Startgemeinschaft an. Das sind immerhin fast 77 Prozent. Der ungebrochen vorhandenen Attraktivität der Keimzelle der Senioren-Bewegung in der Leichtathletik tut dies indes keinen Abbruch. Das Gemeinschaftserlebnis nach dem Wahlspruch der Musketiere „Einer für alle, alle für einen“ hat unverändert seinen besonderen Reiz.