Abergläubische sollten besser im Bett oder zumindest daheim bleiben

(Krefeld und überall, 13. November 2020) Abergläubische die das jetzt lesen, sollten besser gleich im Bett oder zumindest daheim bleiben. Was in Zeiten wie diesen der bislang nicht in erhoffter Weise durchschlagenden Maßnahmen des „Soft-Lockdowns“ (Teil-Abriegelung) seit 02.November zur Corona-Pandemie ohnehin geboten ist. Der stets im Jahr der Olympischen Sommerspiele (normalerweise wären die vom 24.Juli bis 09.August in Tokio gewesen; verschoben auf 2021) gelegene so genannte Schalttag 29.Februar fügte es, dass wir nach dem 13.März schon wieder Freitag, den 13. schreiben. Der nächste ist derweil erst im August 2021.
Worauf er zurückgeht, ist letztendlich nicht genau bekannt. Der amerikanische Börsenkrach im Oktober 1929 begann an einem Donnerstag, wurde wegen der Zeitverschiebung fälschlicherweise in Europa als „Schwarzer Freitag“ bezeichnet. Wahrscheinlicher ist, dass es Freitag, der 13.Oktober 1307 war, als viele der seinerzeit berühmten Tempelritter wegen angeblicher Ketzerei auf Anordnung vom König von Frankreich hingerichtet worden sind. Eh „Verdamp lang her“, wie Frontmann Wolfgang Niedecken von BAP in Kölscher Mundart singen würde.
Sowieso ist für manche die 13 eine Glückszahl und die neue Geißel der Menschheit um ein Vielfaches schlimmer als dieses vermeintlich ominöse Datum, an dem nicht mehr Unglücke passieren als sonst. Deshalb immer brav und konsequent die AHA-Regeln wahren, was da steht für Abstand – Hygiene – Alltagsmaske. Gemessen an den aktuellen täglichen neuen Infektionszahlen jenseits 20.000 gibt es augenscheinlich weiterhin allzu viele, die sich in unverantwortlicher Manier darüber hinwegsetzen. Anders kann ich mir das bei meinem laienhaften Verständnis mit einem notgedrungen ein bisschen angeeignetem Pseudowissen jedenfalls nicht erklären.