Elendem Coronavirus fallen auch Sankt Martin und Karneval zum Opfer

(Krefeld und die Republik, 11. November 2020) Ein Blick auf das Datum lehrt, dass heute Sankt Martin und mit dem Elften im Elften bevorzugt am Rhein, aber auch sonst wo Karnevalserwachen ist, richtiger: wäre. Doch es werden für die „Kids“ im Kindergarten- und Grundschulalter weder Umzüge noch von Tür-zu-Tür-Aktionen stattfinden, für uns Erwachsene fallen die beliebten, traditionellen  Martinsgansessen mit Freunden in Lokalitäten aus, und den Start in die so genannte „Fünfte Jahreszeit“ können sich die Narren auf Zeit landauf, landab ebenfalls abschminken. Nicht nur deswegen sei dieser vermaledeite, zwangsweise China-Import Corona verflucht und verdammt bis in alle Ewigkeit. Aber es ist nun einmal vonnöten in Zeiten wie diesen die Vernunft walten zu lassen. Mit Geboten kommen wir bei den vielen Verweigerern, Vollpfosten, Querdenkern, Ignoranten und Demonstranten leider nicht weiter. Da müssen eben Verbote her, was die genannte ziemlich hirnlose Volksgruppe hinauf bis zu Akademikern noch mehr auf die Barrikaden treibt und dem wesentlich größeren Rest Lebensqualität raubt.

Trotz „Soft-Lockdown“ Infektionszahlen weiterhin dramatisch hoch

Denn trotz „Soft-Lockdown“ (Teil-Abriegelung) seit 02.November wird selbst in leerstehenden Häusern munter Party gefeiert bis die Schwarte kracht, bleiben die Infektionszahlen weiterhin dramatisch hoch, müssen arglose unbeteiligte, unschuldige Dritte mit dran glauben. Das ist nichts anderes als vorsätzliche Körperverletzung, so man der verantwortungslosen Missetäter nur habhaft würde. Naheliegend, dass sich derzeit organsierte Festivitäten jeglicher Art ausschließen.
Ein vielbeschäftigter Büttenredner wie der durch Funk und Fernsehen weithin bekannte erblondete Comedian Guido Cantz aus Köln-Porz hält es jedoch eingedenk der Lage für vernünftig und nachvollziehbar, dass nicht gefeiert wird. Dabei gehen dem schlagfertigen Rheinländer von heute bis Aschermittwoch (17.Februar 2021) zeitlich genau getaktete 250 Bühnenauftritte bei Karnevalsveranstaltungen durch die Lappen. Das letzte Wort gilt buchstäblich im Sinne von Geld für den Karnevalsprofi und seine Kollegen.

Irgendwie den Humor bewahren

Den Gänsezüchtern verhagelte im übertragenen Sinne ebenfalls die Petersilie. Sie bleiben zu einem erheblichen Anteil auf ihren großen weißen Vögeln sitzen. Doch – mal umgedreht – des einen Leid ist mitunter des anderen Freud, wovon die in WhattsApp-Gruppen kursierende Foto-Montage Zeugnis gibt. Wenigstens, so schwer es manchmal auch fällt, sollten wir uns alle miteinander den Humor erhalten.