Präsidenten-Wahl entscheidet nicht nur über das Schicksal der USA

(Washington/Krefeld, 03. November 2020) Es sei vorweg eingeräumt, dass es kein spezifisches  Thema rund um unseren originären Bereich ist. Aber obwohl ganz weit weg über den „großen Teich“ der da Atlantischer Ozean (Atlantik) heißt, geht es uns mittelbar alle an. Nicht gerade von so elementarer Tragweite wie die Corona-Pandemie als weltweite Seuche und neue Geißel der gesamten Menschheit, jedoch mit globaler Strahlkraft: Der Kampf ums „Weiße Haus“ in Washington, dem Sitz des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, den USA. Mit seinen 328 Millionen Einwohnern in 50 Bundesstaaten eine der mächtigsten und bedeutendsten Nationen auf diesem momentan besonders schnöden Erdball.

Wer zieht am 20. Januar 2021 ins Weiße Haus ein?

Wer zieht nach der Verfassung des Landes am 20.Januar 2021 mit der Ablegung des Amtseides ins genannte berühmte Weiße Haus ein (vielleicht auch gleichzeitig aus)? Darüber entscheidet in der kommenden Nacht hiesiger Zeit die Wahl, die in den beiden Öffentlich-Rechtlichen von ARD (ab 22.50 Uhr) und ZDF (0.15 Uhr) live bis in die frühen Morgenstunden übertragen wird. Nicht wenige behaupten es sei die Alternative zwischen Pest und Cholera. Eines ist klar, dass nicht die Abteilung „Jugend forscht“ ins Duell um diese eminent wichtige Position gegangen ist. Der Amtsinhaber, „Troublemaker“ Donald Trump (*14.06.1946), ist 74 Jahre alt, sein Herausforderer Joseph Robinette „Joe“ Biden (*20.11.1942) wird gar schon sehr bald 78 sein. So oder so wird eine stolze, in sich selbst verliebte Macht wie „America first“ als Armutszeugnis erster Klasse von Greisen regiert werden.

Selbstdarsteller gegen Politiker

Biden kann immerhin seit 1973 politische Erfahrung einbringen, war unter Barack Obama von 2009 bis 2017 acht Jahre lang Vizepräsident. Trump ist/war höchst umstrittener Wirtschaftsmogul, Entertainer und 2,5-facher Milliardär, hat in den vergangenen Jahren seiner Herrschaft den Alleinunterhalter gespielt und nicht nur das eigene Land an die Wand gefahren, lud mir seiner langen Corona-Leugnung einen Großteil der daran (Stand gestern) verstorbenen 231.442 Landsleute auf sein total unterbelichtetes Gewissen. Nur einer seine vielen Fehltritte, hat er allzu oft den Mund weit aufgemacht, bevor er das Hirn einschaltete.

„Crazy Amis“ für jede Überraschung gut
 
Doch Vorsicht! Die „Crazy Amis“ sind bei einem sehr komplizierten Wahlverfahren für jede unliebsame Überraschung aus unserer entfernten Sichtweise gut. Hillary Clinton lag 2016 auch in den Prognosen vorn wie diesmal Biden. Was dabei herausgekommen ist hat praktisch die gesamte Welt schmerzlich erfahren müssen. Es dürfte spannend werden.
Schließen wir mit einem Kalauer, der ein bisschen was von Realsatire hat. Fragt bei der turnusmäßigen Pressekonferenz eine Journalisten Trump: „Mister President, haben sie sich eigentlich mal auf ihren IQ (= Intelligenzquotient) untersuchen lassen.“ – Darauf Trump: „Ich war erst kürzlich beim Arzt, bin kerngesund, habe überhaupt keinen IQ!“
Als hätten wir es nicht schon immer gewusst?!