Ex-Hammerwerfer Jürgen Bongartz "nullte" gestern

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(Homberg/Krefeld, 07. April 2014) In unserer gestrigen Kolumne war vom in Deutschland geburtenstärksten Jahrgang 1964 die Rede. Wenn auch zwangsläufig nicht mit dieser überwältigenden Zahl von über 1,3 Millionen neuen Erdenbürgern konkurrieren könnend, gab es während des 2. Weltkrieges ungeachtet aller Widrigkeiten eine „Heimatfront“. Die Senioren-Bestenlisten mit den Kriegsjahrgängen 1939 – 45, also der heutigen M/W 65 bis 75, zeugen davon. Höchst prominente Werfer/innen, wie – um nur einige zu nennen – Klaus Albers (1940), Klaus Liedtke ((1941), Lutz Caspers, Manfred Buchmüller (beide 1943), Hella Böker und Karin Illgen (beide 1941) befinden sich ebenfalls darunter.
Nunmehr sind seit 01. Januar 2014 die „44er“ an der Reihe. Einer davon, der gestern genullt hat
, ist Hammerwerfer Jürgen Bongartz (*1944) aus Duisburg-Homberg, der über die Stationen Rot-Weiß Oberhausen (zusammen mit Lutz Caspers), Hessen Kassel und Alemannia Kamp zuletzt über Jahrzehnte beim SC Bayer 05 Uerdingen in der Leichtathletik-Bundesliga (ab 1975) sowie verschiedenen Altersklassen erfolgreich den Hammer schwang. Der Terminus verrät es bereits, dass er sein liebstes Sportgerät an den Nagel hängte. Nicht freiwillig. Kniebeschwerden zwangen ihn in der M 65 dazu. Der 06. April, sein Geburtstag, ist mit einem gegenteiligen Ereignis belegt: dem Todestag von Kugelstoß-Spezialist Eugen Reinhardt (*1940) aus Walsrode an Gründonnerstag 2012. Eine weitere Duplizität: beide wuchsen im damals noch selbständigen Homberg auf und kannten sich von Kindesbeinen an sehr gut, hatten dank des Sportes trotz später unterschiedlicher Wohnorte bis ins Seniorenalter hinein regelmäßigen Kontakt.
Vergessen wir nicht, nachträglich, jedoch gleichermaßen herzlich zu gratulieren, lieber Jürgen!