Kommende Nacht werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt

(Europa/Krefeld, 24. Oktober 2020)  Was bleibt uns anderes übrig, als notgedrungen mit den Wölfen zu heulen. Rein theoretisch, aber auch praktisch, eben automatisch, werden in der kommenden Nacht die Uhren (nicht die Zeit, die ist immer was sie ist) von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt. Also können wir getrennt von-, aber doch alle miteinander eine Stunde länger schlafen. Vorausgesetzt, dass sich auch unsere innere Uhr und die der 8,6 Millionen Hunde in den Haushalten bei insgesamt etwa 30 Millionen Bundesbürgern mit umstellen.

Uhrumstellung ist ökonomischer und ökologischer Unsinn

Es ist längst durch wissenschaftliche Studien in allen möglichen Bereichen er-/bewiesen, dass die frühjährliche Vor- und herbstliche Zurückstellung barer ökonomischer wie ökologischer Unsinn sind, nur heilloses Durcheinander stiften. Das haben – oh Wunder – seinerzeit die Vertreter der 28 Mitgliedsstaaten (künftig 27, da sehr bald ohne das Vereinigte Königreich England) der Europäischen Union (EU) in Brüssel eingesehen und mehrheitlich eine Rückbesinnung auf eine durchgängige Normalzeit beschlossen. Nur mit der Umsetzung auf einen gemeinsamen Nenner hapert es noch, zumal es obendrein geografisch bedingt natürliche andere Zeitzonen gibt. Griechenland ist eine Stunde vor, Portugal eine zurück. Es war einmal angedacht, ab 2021 eine Neuregelung zu installieren. Da es momentan wesentlich drängendere Probleme weltweit gibt, steht die wohl noch in den Sternen. Übrigens favorisiert die Bundesrepublik eine durchgehende „Sommerzeit“ mit einer Stunde voraus. Einen Alleingang wird sie allerdings nicht machen können und wollen.

Formel-1-Fans können auch durchschlafen

Kommen wir zurück zum Ist-Zustand. Der hat insofern etwas Gutes, als morgen bei einem etwaigen festen Termin keiner zu spät kommen wird, sich schlimmstenfalls eine Stunde um die Ohren schlagen muss. Mit abnehmender Tendenz bekennende Formel-1-Fans müssen sich auch keinen Wecker stellen, da diesmal kein Übersee-Rennen ausgetragen wird, sondern die Motoren an der Algarve bei Portimao in Portugal dröhnen.