Ohne Kampfrichter jenseits Sechzig könnten Verbände getrost einpacken

(Duisburg/Rumeln-Kaldenhausen/Krefeld, 02. September 2020) Schmücken wir uns nicht mit fremden Federn respektive dem Gedankengut des Urhebers. Obwohl ich da als bis 2018 über 52 Jahre lang passionierter Kugelstoßer mit allein 1.160 Wettkämpfen in meiner Spezialdisziplin auch hätte drauf kommen können. Einen hochinteressanten Aspekt nannte der in Rumeln-Kaldenhausen bei Krefeld wohnhafte Sprinter Winfried Heckner (*1950) vom  STV Hünxe zu unserem gestrigen Beitrag mit dem Zitat eines Amtsinhabers bei einer Seniorentagung: „Die Aktiven der Ü60-Generation sollen nicht in der Welt herumreisen, dann fehlen die uns als Kampfrichter.“
Das trifft den Nagel auf den Kopf. Wenngleich es keine empirische Erhebung mit verlässlichen Zahlen darüber gibt, dürften nach meinen ureigenen Erfahrungen (siehe oben) gefühlt 90 Prozent der ehrenamtlich (!) aus Spaß' an der Freud für ein bisschen Aufwandsentschädigung wirkenden Kampfrichter jenseits der Sechzig sein. Wenn die sich nun lediglich zu einem größeren Teil mit ihren Alterskameraden aus Protest der Nichtberücksichtigung von deren Titelkämpfen solidarisieren und in den Streik treten würden, könnte der LV Nordrhein und alle anderen Verbände gleich mit bei der Ausrichtung ihrer trotz Corona stattfindenden Jugend-Meisterschaften und nicht nur den getrost einpacken. So schaut’s aus!
Einfach mal in den Wolkenkuckucksheimen der Verbände landauf, landab drüber nachdenken, bevor wieder der Rotstift zum Einsatz kommt und völlig unkontrolliert die Abrissbirne kreist. Schafft ihr schon.
Hinweis auf einen neuen Beitrag im Schaufenster Flurfunk.