Ein Rundgang durch den digitalen und analogen "Blätterwald"

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Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Krefeld, 06. April 2014) Immer wieder freitags machen wir unseren turnusmäßigen virtuellen Rundgang durch die einschlägigen Netzseiten, um Erbauliches, Erstaunliches und Merkwürdiges aufzuspießen und unsere Leser/innen damit – hoffentlich – zu unterhalten. Gelegentlich, nicht Woche für Woche. Klarer Fall, dass es nicht jedem/r gefällt. Aber es soll ja auch kein Minderheitenprogramm werden. Allemal eine Bereicherung der überschaubaren Landschaft ist das relativ neue Internet-Portal www.ue30leichtathletik.de von Seniorensprecher Alfred Hermes (*1946) aus Jülich. Allerdings ist es – nicht nur nach meinem Geschmack – zu überfrachtet und mithin unübersichtlich. Da ging wohl mit dem für den Pulheimer SC startenden Mittel- und Langstreckler der studierte Informatiker durch. Bekanntlich ist weniger mitunter mehr.
Einen Kommentar zur Senioren-Spielecke des DLV unter www.leichtathletik.de  könnten wir uns getrost schenken, um nicht in einer Endlosschleife immer und immer wieder den gleichen Vers abzunudeln. Für Neulinge von un
d auf Lampis kommen wir freilich gerne unserer Chronistenpflicht nach. Obwohl ein größerer Personenkreis von ehrenamtlichen  und hauptberuflichen Offiziellen dafür in Frage käme, ein miserabel, dazu selten und oft stark zeitverzögert berichtendes Online-Medium, das diesem Anspruch der schnellsten Übertragungsmöglichkeit von Wissenswertem nicht gerecht wird. Zusätzlich zu bedauern, da eingedenk der Zugriffszahlen auf die Netzseite eines der mitgliederstärksten deutschen Sportverbände, darunter über die Hälfte jenseits der Dreißig, eine Riesenchance leichtfertig und fahrlässig vertan wird. Aber das ist wohl gewollte Sportpolitik des DLV, die Senioren/innen schön auf Sparflamme zu halten.

Jungmann verweigerte sich einer Nachbetrachtung

Kaum zu glauben, aber wahr, dass es mit www.world-masters-athletics.org, dem offiziellen Organ des Senioren-Weltverbandes, eine noch schlechter gepflegte „Website“ gibt. Böse Zungen würden jetzt kolportieren, dass das nicht von ungefähr kommt, doch zugegebenermaßen früher nicht anders war.  Jedenfalls kein Bild, kein Sterbenswörtchen von d
en Senioren-Hallen-Weltmeisterschaften mit Winterwurf, die vom 25. bis 30. März schlussendlich unter dem Patronat der WMA im ungarischen Budapest stattgefunden haben. Nach 13-tägiger vollständiger Sendepause gestern der karge Hinweis auf die Online-Ergebnisliste. Das ist hochnotpeinlich. Den hätten sie sich fürwahr auch noch sparen können. Doch wo bleibt die ach so beliebte „Nachbetrachtung“ von Margit Jungmann aus Rehlingen, die als neue WMA-Vizepräsidentin für das – leider nicht pulsierende - Leben auf besagter Seite zuständig ist. Hier wäre eine Replik von ihr indes durchaus angebracht gewesen.
Der europäische Dachverband, der sich unter www.EVVA.ch auch nicht gerade mit Informativem aller Art überschlägt, veröffentlichte am 31. März 2014 immerhin eine kleine Meldung mit dem Titel „Thank you Budapest for great competitons“. Hoffnungslos vergröbert. Ein Manko weiterhin, dass trotz eines wiederum deutschen Präsidenten (seit August 2012 Kurt Kaschke, vorher Dieter Massin) diese Seite nahezu ausschließlich in englischer Sprache erscheint. Das werden Österreicher, Schweizer, Luxemburger und meist der deutschen Zunge mächtige Niederländer ebenso bemängeln.

Die Babyboomer werden Fünfzig

Was die Nation, mithin uns alle, noch bewegt, hat letztlich ganz gezielt mit der M/W 50 zu tun. Bundesweit und Sportarten übergreifend. Denn „Die Babyboomer werden 50“. So gestern die Überschrift in einer großen Tageszeitung, der in Düsseldorf herausgegeben Rheinischen Post. Der nachvollziehbare Grund der Titelgeschichte: 1964 war der geburtenstärkste deutsche Jahrgang, die damalige DDR inbegriffen. Es erblickten sage und schreibe 1.357.304 Babys aus Ost und West das auf Deutschland bezogene Licht der diversen Kreißsäle. Die eine oder andere Heimgeburt nicht ausgeschlossen. Darunter befanden sich sehr viele Sprösslinge, die sich im Laufe ihres Lebens einen Namen in der Wirtschaft, Politik, Kultur, im Showbusiness, Fernsehen und auch im Sport machen sollten. Stellvertretend seien Kathrin Menges (Henkel-Personalchefin), Frank Martin Lindner (FDP), Jan Josef Liefers, Ursula Karven, Martina Gedeck (alle Schauspiel), Hape Kerkeling (Comedian), Johannes Baptist Kerner (TV-Moderator), Heike Drechsler, Heike Henkel, Silvia Neid, Jürgen Klinsmann, Henry Maske, Jens Weißflog und Michael „Albatros“ Gross (alle Sport) erwähnt.
Natürlich hätten wir in diesem Zusammenhang liebend gerne mit einem weithin bekannten noch oder wieder aktiven Vertreter unserer Zunft gedient. Hätte selbstverständlich auch weiblich sein dürfen. Auf die Schnelle sind wir da leider nicht fündig geworden. Wer sich jetzt übergangen fühlt, der möge es uns nachsehen oder sich zu erkennen geben.