"Stabi" und Speerwerfer Siegbert Gnoth wird heute Achtzig

(Bad Bentheim-Gildehaus/Krefeld, 21. Juli 2020) Achtzig ist die neue Siebzig. Wenn diese charmante Umschreibung auf jemanden zutrifft, dann auf Siegbert Gnoth (*21.07.1940; im Bild) vom TuS Gildehaus, der heute das 80te Lebensjahr vollendet. Das gestandene, schlanke und ranke Mannsbild bringt nicht allein noch verteufelt gute Leistungen in der ungewöhnlichen Kombination von Stabhochsprung und Speerwurf, sondern sieht mit seinem vollen, wuscheligen, graumelierten Haupthaar obendrein jünger aus, als die biologische Uhr und der unbestechliche Personalausweis dies verheißen. Der Ehemann und Vater einer erwachsenen, ebenfalls speerwerfenden Tochter gab erst vorigen Samstag bei einer von ihm im Familienverbund federführend organisierten kleinen Veranstaltung auf der Illoshöhe in Osnabrück (wir berichteten) eine Kostprobe seines unverändert überdurchschnittlichen Könnens.

Europarekord eine „Formsache“, Weltbestmarke nicht außer Reichweite

Neben den laut unsinniger nationaler Regelung schon möglichen deutschen Rekord (2,50m) im Stabhochsprung der M80 stellte er so ganz „nebenbei“ im Rahmen des Wurf-Fünfkampfes mit 38,91m im Speerwurf einen neuen Landesrekord für Niedersachsen auf. Beides wird in einer durch Corona amputierten „späten Saison“ noch nicht das Ende der Kletterstange gewesen sein. Denn in der sehr frühen Saison unter dem Hallendach pulverisierte er am 09.Februar 2020 in Düsseldorf mit 2,70m die nationale Bestmarke der M80. Als nunmehr auch international echter Achtziger sollte der fünf Jahre alte Freiluft-Europarekord (2,60m) des Schweden Lars Wennblom nicht mehr als eine Formsache im doppelten Wortsinne sein. Auch die Weltbestmarke (2,75m) des US-Amerikaners Bud Held aus 2008 scheint nicht völlig außer Reichweite.
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