Olympiazweiter Ehsan Hadadi erweist Mutterstadt die Ehre

  • Drucken

(Mutterstadt/Krefeld, 15. September 2014) Es geht doch nichts über eine gehörige Dosis Vitamin B wie Beziehungen. Und die hat der Polizei-Hauptkommissar i.R. und passionierte Werfer Gerhard Zachrau (*1949) von der TSG Mutterstadt in reichem Maße. Gelegentlich fliegen ihm auch schon mal gebratene Tauben in den Mund. Erinnern wir uns, dass im Vorjahr der dunkelhäutige Drehstoßer Reese Hoffa aus den USA als Durchgangsstation zu den Weltmeisterschaften in Moskau im Sportpark Mutterstadt Station machte und bei seinem letzten Test unter Wettkampf-Bedingungen das kleine, aber feine sach- und fachkundige Publikum mit der Weltklasseleistung von 21,19 Meter begeisterte. Auch vor- und hinterher durch seine nette, offene Art ohne jegliche Starallüren.
Nunmehr hat(te) der gute „Gerd“ die Wettkampf-Anfrage eines hochkarätigen Trios vorliegen – und ließ sich verständlicherweise nicht zweimal bitten. Als da wären: der i
ranische Diskuswurf-Rekordhalter Ehsan Hadadi (69,32 m), der als Silbermedaillengewinner (68,18 m) der Olympischen Spiele von 2012 in London Robert Harting (68,27 m) einen großen Kampf lieferte, dessen Kugel stoßender Landsmann Amin Nikfar (PBL 19,94 m), ebenfalls Landesrekordler und Olympiateilnehmer von 2008 in Peking, und die us-amerikanische Diskuswerferin Summer Pierson (PBL 61,19 m).
Neben dem sehr kurzfristigen organisatorischen Vorlauf (
Verband/Genehmigung, amtliche Aufsicht, Kampfrichter, Zuladung weiterer Teilnehmer) für das Werfermeeting am kommenden Samstag (13 Uhr Kugel, 14 Uhr Diskus) war noch eine kleine Hürde zu überwinden. Wegen der zu erwartenden Diskus-Weiten jenseits von 60 Meter muss dieser Wettbewerb im Stadion und nicht auf dem Werferplatz ausgetragen werden. Auf dem „heiligen Rasen“ findet jedoch tags darauf ein Fußballspiel statt. Es hat sich jedoch noch nicht bis zu jedem Platzwart herum gesprochen, dass Disken gegenüber Stollenschuhen nach einer „Blutgrätsche“ so gut wie keine Schäden auf dem Grün anrichten. So bedurfte es noch der formellen Zustimmung des sportfreundlich eingestellten Bürgermeisters Hans-Dieter Schneider. Auf telefonische Nachfrage des Chronisten dieser Zeilen von heute Vormittag (10 Uhr) erklärte das Stadtoberhaupt, dass er die Genehmigung erteilt habe.
Deshalb kann Gerhard Zachrau jetzt getrost auf die Suche von „Sparringspartnern“ für die drei Giganten der Szene gehen. Senioren/innen der gehobenen Kategorie sind ebenfalls herzlich willkommen. Anfragen/Meldungen per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!