Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Kolumne

Moment mal

(Stendal/Krefeld, 02. Juli  2020)
Gemeinhin sollte niemand wichtiger genommen werden, als er ist. Erst recht keine vom Vergleich der Besucherzahlen zu uns völlig unbedeutende, nur von Insidern gelesene Veranstalter-Netzseite. Allerdings wenn uns – bildsprachlich formuliert – ein streunender Rüde öffentlich ans Bein pinkelt, halten wir nicht noch willfährig das andere hin, sondern wehren uns. Mancherorts wird schlicht unterschätzt, dass wir äußerst gut vernetzt sind und wir uns ausschließlich an letzten Endes unangreifbare Fakten halten. Getreu dem Motto „Wasch' mich, aber mach' mich nicht nass" feigerweise ohne Namensnennung, aber wir sind gemeint, wurden wir aufgrund unseres gestrigen Beitrages „Achte Auflage des Stendaler Hanse-Cups soll im Herbst stattfinden“ der „ganz gemeinen Lüge!!!“ bezichtigt (siehe Link). Beklagt wurde unsere Ausführung, dass vorsorglich pauschal Aktive (von Kampfrichtern haben wir gar nichts geschrieben) aus Risikoländern/-gebieten ausgeladen wurden.

E-Mail von Wille entlarvt die Schutzbehauptung

Woher haben wir denn wohl diese Weisheit, die keineswegs eine böswillige Behauptung darstellt? Nämlich aus jener erwähnten Rundmail. Absender mit seiner E-Mail-Adresse ist der sich selbst Org.-Chef nennende Siegfried Wille. Darin heißt es auszugsweise im Original-Wortlaut und für ganz Einfältige obendrein in unübersehbarer Fettschrift:
Klar ist, dass Aktive und Gäste aus Risikoländern/-gebieten 2020 nicht nach Stendal kommen können.
Aber es kommt noch krasser, hätte des Querverweis' auf die Mail überhaupt nicht bedurft. In dem Stendaler Beitrag vom 26.Juni "Kleines Spitzentreffen mit großer Wirkung..." heißt es im letzten Satz zu Erweiterung der Schutzverordnung: Aktive, Kampfrichter, Organisatoren und Gäste aus Risikoländern, -gebieten erhalten kein Startrecht bzw. keinen Zugang zu den Wettkampfstätten". So – und wo ist jetzt unsere „ganz gemeine Lüge“, wer der perfide Lügner? Zweimal dumm gelaufen!
Eine fromme Lüge ist hingegen, und dazu stehen wir unerschütterlich, dass Wille angeblich Lampis nicht (mehr) lesen würde. Wie will er sonst davon erfahren haben und letztlich zu seinem Schutz keine Stigmatisierung zu betreiben (was er eben doch tut), uns Dinge unterzujubeln, die jeglicher Grundlage entbehren?

Die Moral von der in Stendal inszenierten hanebüchenen, gewollt diskreditierenden Geschicht‘: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen! Oder: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!