Winzige 16 Punkte entschieden im Wurf-Fünfkampf für Herbert Raml

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(Neuhofen an der Krems/Krefeld, 30. Juni 2020) Einmal mehr: Felix Austria = Glückliches Austria. Dort fand vorigen Samstag in Neuhofen an der Krems in der Nähe von Linz bereits ein völlig problemlos, da kontaktfrei durchführbarer Wurf-Fünfkampf statt, wozu sich auf Meisterschaftsebene der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) außer Stande sieht (sie können wohl angeblich Mehrkampf mit 1.500m zum Schluss). Bei den Masters aus fünf Nationen war die Beteiligung bei dieser 14. Auflage der inzwischen traditionellen „Weight Pentathlon“-Veranstaltung mit deutschen Wurf-Allroundern entsprechend groß. Speziell aus dem nicht allzu fernen Bayern. Aber es gab auch weiterere Anreisen. Der für den RKS Phoenix Mutterstadt startende Torsten Lange (*1945) aus Bonn nahm sich zusammen mit seiner Herzdame im Rahmen eines Kurzurlaubes 705 Kilometer (einfache Fahrt, versteht sich) unter die Räder seines VW-Busses.

Nahezu perfekte Organisation

Da an Stelle der 1:0-Berichterstattung anhand der nackten Ergebnisliste nichts über das persönlichen Erleben eines Mitwirkenden geht, ein kurzes Resümee des erfahrenen, wettkampffreudigen 75-jährigen Rheinländers: „Alles war bis hin zu Desinfektionsmitteln für Geräte und Teilnehmer perfekt organisiert. Allerdings musste auf die Bewirtung mit Speisen und Getränken verzichtet werden (Anmerkung der Redaktion: Vermutlich infolge hoher Hürden bei den Hygienevorschriften). Es war sehr heiß, was auf die Leistungen drückte.“

Große Hitze drückte auf die Leistungen

Das gilt es also zu berücksichtigen, da insbesondere die etwas schwereren Athleten unter den Leichtathleten mit hohen Temperaturen nicht so gut zurechtkommen. Gleichwohl wurde im „Schatten“ der Bergwelt dreimal der 4.000er-Gipfel bei den älteren Semestern erklommen, wo es bei einer nach oben hin nicht sonderlich ausgewogenen Punktewertung freilich auch leichter ist. Dies soll die Leistungen indes nicht schmälern (siehe Hitze). Ein spannendes Duell um den Sieg und zugleich den Erfolg in der klassenübergreifende „All-Star-Wertung“ entbrannte in der M80. Herbert Raml (*1938) vom TSV Unterhaching setzte sich bei 4.183 zu 4.167 Zählern mit gerade mal 16 „Pünktchen“ vor dem zwei Jahre älteren Walter Krifka (*1936) vom ALC Wels aus Österreich durch. Die gerechtere Wertung nach dem „Age-graded-Faktor“ wäre zweifellos an den „Ösi“ gegangen. Allerdings sollte es nicht noch komplizierter gemacht werden, als es bei den Senioren/innen ohnehin schon ist. Das fängt bereits bei den unterschiedlichen Regelungen der Eingangsvoraussetzungen in die neue Altersklasse an. Die sind jedoch in den beiden deutschsprachigen Ländern gleichermaßen deppert. Sei noch der Dritte im Bunde jener Gipfelstürmer genannt: Bernd Hasieber (*1944), ebenfalls vom TSV Unterhaching, mit 4.065 Punkten in der M75.
Alles Weitere überantworten wir für die Mensch gewordenen Kiebitze, halt die Freunde der Statistik, der nachfolgend verlinkten Ergebnisliste (da ist noch rechts oben das blau eingefärbte Feld Ergebnisse anzuklicken).