Sportsch(l)au 2.0: Treppauf treppab zu einer besseren Fitness

(Köln/Krefeld, 29. Mai 2020) Aufgrund der akuten Corona-Gemengelage sind mal abgesehen vom „König Fußball“ mit seinem für viele unerträglichen Sonderstatus aktuelle Nachrichten in den „Randsportarten“, gerade auch der (Senioren-)Leichtathletik, absolute Mangelware. Selbst in Sportsendungen der Öffentlich Rechtlichen von ARD und ZDF, EUROSPORT sowie Sport1, so der überhaupt dazu zu rechnen ist, laufen derzeit Wiederholungen, werden Konseven von allen möglichen früheren Ereignissen aus den Archiven geholt. Anderswo im Netz werden mangels eigener Ideen Vögel, Blumen und beliebige Nostalgiefotos bemüht, um das Loch letztendlich irgendwie mit teilweise entarteter Kunst zu stopfen.
Ohne daraus nun in Zeiten wie diesen des kargen bis nicht vorhandenen Nachrichtenflusses eine Standard-Rubrik zu machen, erinnern wir an einen Beitrag von Mai 2017 aus unserer Serie „Sportsch(l)au“ von Prof.Dr. Ingo Froböse (im Bild) aus Köln, der vortrefflich zum Krisenmodus passt. Da insbesondere in kleineren Leichtathletik-Vereinen oder -Abteilungen immer noch kein geregeltes Training möglich ist und viele Aktive der Fraktion „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ den Weg ins Fitnessstudio (bislang) scheuen, bietet sich die Treppe hervorragend als Trainingsparcours an.  A.H.
                
Alltagsnahe Bewegungsform trainiert Ausdauer und Muskulatur

Egal ob jung oder älter, dick oder dünn, untrainiert oder fit: Die Treppe istmein Favorit unter den Fitness-Geräten –  und wir finden sie überall vor. Neben der Ausdauer lässt sich hier mit dieser alltagsnahen Bewegungsform in idealer Weise das Zusammenspiel der stärksten Muskelgruppen trainieren: Der große Gesäßmuskel, die Muskeln der Oberschenkel-Vorderseite, strecken beim Treppensteigen unsere Hüfte und Beine aus der Beugung, und unsere Wadenmuskulatur sorgt für einen festen Abdruck von der Ferse bis zur Fußspitze.

Zustand mit minimalem Aufwand auf Vordermann bringen

Mit einem minimalen Aufwand  lässt sich die Fitness auf Vordermann bringen. Bereits in kurzer Zeit werden erste bemerkenswerte Verbesserungen des Herz-Kreislauf-Systems erzielt.
Das Treppen-Programm passt ideal in den Alltag und ist durch die vielen Variationsmöglichkeiten für jeden Fitness-Zustand geeignet. Es sollte im Wechsel von Be- und Entlastung mit jeweils einem Ruhetag dazwischen absolviert werden. Alles was für das Training benötigt wird ist eine Treppe mit 20 Stufen. Zunächst stets zum Aufwärmen die Treppe drei Mal im lockeren Tempo nehmen.
Für Fortgeschrittene: Mit einem aktiven Fußabdruck und aktiven Armschwung jede zweite Stufe nehmen. Nach dem dritten Durchgang mit der rechten Körperseite zur Treppe stellen und den rechten Fuß auf die Treppe setzen. Nunmehr etwas in die Knie gehen und 15 bis 20 Sekunden vom Fuß auf die Ferse wechseln. Danach in der Ausgangsstellung den Fuß wechseln, um beide Seiten gleichmäßig zu beanspruchen.
Jetzt wünsche ich viel Spaß beim Ausprobieren, und bleiben Sie aktiv!   Prof.Dr. Ingo Froböse