"Rolling Stone" aus den USA malt ein düsteres weltweites Wettkampf-Bild

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(San Diego/Monte Carlo/Lausanne/Krefeld, 25. Mai 2020) Was ist, wenn er mit seinem düsteren Wortbildern Recht behalten sollte? Der amerikanische Journalist und Kenner der Mastersszene Ken Stone (= nomen est omen/der Name ist ein Zeichen) aus San Diego hat den Stein buchstäblich wie sinnbildlich ins Rollen gebracht mit seinem jüngsten Blog auf seiner Netzseite Masterstrack, in dem er unverhohlen die Zukunft in schwarz malt. Der ehemalige Masterssportler aus den USA geht davon aus, dass es zu internationalen Meisterschaften bis 2024 keine Planungssicherheit geben werde. Wer weiß es? Wer kann Sicherheit geben? Genau genommen – niemand! Es sei denn, er hätte hellseherische Fähigkeiten.

Verantwortungsvolles Handeln von Margit Jungmann…

Und so handelt Präsidentin Margit Jungmann (Rehlingen) vom Senioren-Weltverband World Masters Athletics (WMA) in Monte Carlo wesentlich verantwortungsbewusster wie seriöser, wenn sie in ihrem „Kalender-Plan“ mit all seinen neuen Terminen und Meisterschaftsorten zum Schluss schreibt, dass man die endgültigen Entscheidungen abwarten solle. Gut so und recht so. Im völligen Gegensatz zum europäischen (Ver-)Steuermann Kurt Kaschke (Assafora/P), der den virtuellen Wettbewerb im 5- Kilometer-Lauf (rhetorische Frage: gibt es nur den Langlauf und keine weiteren Disziplinen, die er virtuell einbeziehen kann?) zum Anlass nimmt, um die verschobenen Lauf-Meisterschaften auf Madeira im Oktober/November 2020 zu bewerben.

…was sich von ihrem europäischen Pendant nicht sagen lässt

Also Wettbewerbe, bei denen der Mindestabstand von 1,50 Meter gar nicht eingehalten werden kann, wie es weltweit – noch unabsehbar – gefordert wird. Was ist also, wenn es auf Grund behördlicher Auflagen zu Einschränkungen auch in der Leichtathletik kommen respektive bleiben sollte? Was wird aus dem Meisterschaftskalender, den der Wahl-Portugiese Kaschke bis 2022 noch weitgehend unüberarbeitet auf dem Internet-Portal der European Masters Athletics (EMA) mit Sitz in Lausanne publiziert und damit für weitere Verunsicherungen sorgt? Und was wird aus jener Schwarzmalerei von Ken Stone, der erst 2024 wieder Licht am Ende des Tunnels sieht?

Urkunden ausstellen, statt ernsthafte Gedanken zu machen

Statt Urkunden für die virtuellen Teilnehmer am 5-km-„Event“ auszustellen (damit hat er derzeit wenigstens eine sinnvolle Beschäftigung) sollte sich der Präsidial- und Feudalherr mit dem Council der EMA ernsthafte Gedanken machen, wie es weitergeht und die Masters in Europa in verantwortungsbewusster Weise informieren sowie auf dem Laufenden halten.
Denn auch auf dem alten Kontinent hoffen alle Seniorensportler sehnlichst, dass Ken Stones Szenario nicht eintritt.