Neuerliche Verlautbarung der EMA auf volle Erstattung der Startgelder

(Lausanne/Krefeld, 08. Mai 2020) Es gibt drei denkbare Szenarien: Die Linke weiß nicht was die Rechte tut bei der europäischen Senioren-Dachorganisation European Masters Athletics (EMA) mit Sitz im schweizerischen Lausanne, doppelt genäht hält besser (was eh auf Kante genäht und rechtlich nicht zulässig war!) oder EMA-Präsident Kurt Kaschke war seinerzeit in eigener Herrlichkeit mal wieder vorgeprescht. Er hatte am 05.April 2020 auf der Verbandsnetzseite in einer umschweifigen Erklärung verlauten lassen, dass die ursprünglich vorgesehene 50-prozentige Einbehaltung der Startgelder plus nationaler Organisationsgebühr für die drei ausgefallenen Europameisterschaften 2020 in Portugal nicht erfolgen würde (wir berichteten).
Doch nun kommt vorgestern, 06.Mai, diese sinngemäß ins Deutsche übersetzte, verkürzt wiedergegebene Meldung heraus, gezeichnet an der Spitze von Kaschke und den vier weiteren Präsidiumsmitgliedern: „Nach vielen Diskussionen fand der Rat der EMA einen Weg, die Eintrittsgebühr zu erstatten. In den nächsten Tagen wird PayPal die Rückerstattung vornehmen. Für die in den Januar 2021 verschobene Veranstaltung werden wir die Anmeldungen im Oktober dieses Jahres wieder öffnen. Bitte seien Sie so freundlich und entschuldigen Sie uns für etwaige Unannehmlichkeiten.“
Was da wochenlang diskutiert werden musste, erschließt sich dem neutralen Betrachter nicht. Außer Zeit geschunden zu haben. Die Nutznießer sollten es auf ihrem Kontoauszug im Auge behalten, ob sich der doppelt-gemoppelte Fallrückzieher nicht wieder als leeres Versprechen erweist.