"Stabi" Siegbert Gnoth in dreiminütigem Porträt im NDR-Fernsehen

(Bad Bentheim/Krefeld, 06. Mai 2020) „Komm ich jetzt im Fernsehen“, lautete einst der Spruch von Ingolf Lück in der Satire-Sendung „Die Wochenshow“ auf SAT1 als visionärer Rentner Herbert Görgens. (Un-)Ruheständler ist er sogar seit längerer Zeit wahrhaftig, und im Fernsehen war er ebenfalls, der Siegbert Gnoth (*21.07.1940; im Bild) vom TuS Gildehaus im niedersächsischen Bad Bentheim. Und das ist selbst erfolgreichen deutschen Senioren-Leichtathleten dann doch eher selten beschieden. Der 80-Jährige in Lauerstellung mit dem Schwerpunkt Stabhochsprung schaffte mit einem dreiminütigen Porträt über ihn beim derzeit noch abgespeckten, improvisierten Training auf der „Schützenwiese“ seiner heimatlichen Kurstadt den Sprung ins „Pantoffelkino“. Das NDR-Fernsehen strahlte diesen Beitrag vorigen Sonntag im Sendeformat „Hallo Niedersachsen“ aus. Wer es nicht live gesehen hat, kann’s in der von uns verlinkten Mediathek abrufen. Es lohnt sich, ich habe es mir gestern als Konserve angeschaut.

Rekordjagd mit dem Stab vorerst gestoppt

Aufmerksamen Lampis-Stammbesuchern sollte Siegbert Gnoth bekannt sein, der als „Pechvogel“ der vorjährigen Stadion-EM im Großraum Venetien in die Annalen einging (siehe Link). Für jene, die mit dem Mann mit dem verpflichtenden Vornamen nicht viel anfangen können, eine kurze Vorstellung aus der jüngsten Vergangenheit: Bei der Hallen- und Winterwurf-DM 2020 in Erfurt gewann der bereits nach der un- und widersinnigen DLV-Regelung der Wettbewerbsverzerrung bereits in der M80 starten dürfende vielseitige, drahtige 79-Jährige die Titel im Hochsprung (1,22m), mit dem Stab (2,50m), im Dreisprung (7,74m) und Speerwurf (34,62m). Dazu hält er in seiner Paradedisziplin Stabhochsprung aktuell drei deutsche Rekorde in der M75 (Freiluft 2,85m, zugleich Europarekord; Halle 2,80m) und M80 (Halle 2,70m). Weitere Jagden nach nationalen und internationalen Bestmarken sind vorerst gestoppt. Vielleicht irgendwann in einer späten Saison als echter Achtziger. Die 2,45m von Willi Klaus (ESV Lok Potsdam) aus dem Vorjahr sollten kein unüberwindbares Hindernis für ihn darstellen, auch der Europarekord von 2,60m nicht.