DOSB-Initiative: DLV behält Aktiven vierseitiges Konzept zum Re-Start vor

(Frankfurt am Main/Darmstadt/Krefeld, 04. Mai 2020) Welche Nachricht wird in diesen Zeiten der Corona-Krise von allen Athleten wohl am dringendsten erwartet? Es ist doch gewiss die Information über Zeit und Umstände für die Hinführung zu einem geregelten Trainingsbetrieb. Wie leider zu erwarten war, findet man auf der Netzseite des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) nichts dergleichen. Das heißt aber nicht, dass es nichts Neues geben würde. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit Sitz in Frankfurt am Main hat nicht nur zehn allgemeingültige Regeln („Leitplanken") vorgegeben, sondern auch die sportartspezifischen Regeln für 49 seiner ihm angeschlossenen Fachverbände veröffentlicht (siehe Verlinkung). Und siehe da, lese und staune: Es findet sich auch ein vierseitiges (!) Werk des DLV in jener Liste.

Schwierig: Einheitliche Regeln bei unterschiedlichen Voraussetzungen
 
Der Inhalt entspricht auf den ersten Blick in etwa dem, was ein aufgeklärter Europäer für diesen Fall erwartet hätte. Aber es ist ja wichtig, dass alle nach einheitlichen Regeln verfahren. Das erscheint umso wichtiger, als in einigen Bundesländern der Trainingsbetrieb schon wieder aufgenommen werden durfte (zum Beispiel in Bremen). Dass dabei nicht alle gleichzeitig anfangen können, erscheint aufgrund unterschiedlichster Voraussetzungen durchaus logisch. Eine Lockerung ist in Mecklenburg-Vorpommern vermutlich leichter zu organisieren als im viel größer bevölkerten und dichter besiedelten Nordrhein-Westfalen.

Endlich eine Perspektive für einen Wiederbeginn

Es ist indes nicht nachvollziehbar, warum diese Informationen beim DLV nicht veröffentlicht werden. Immerhin war der Termin beim DOSB bereits am 30.April.2020. Mit den Informationen aus dem nicht verbreiteten Papier kann doch genau das begonnen werden, worauf wir alle warten: Eine gezielte Vorbereitung auf den Tag X. Ohne Vorbereitung wird es nicht gehen, denn auch die Kommunen wollen möglicherweise vielerorts noch überzeugt werden.
Aber zu welchen Bedingungen auch immer: Endlich gibt es eine Perspektive für ein vereinsspezifisches Training auf die Anlagen für Lauf, Sprung und Wurf zu kommen. Und ein weiterer wesentlicher Aspekt: Nach vielen Wochen der eingeschränkten unmittelbaren sozialen Kontakte die Sportkameraden wiederzusehen.
Redaktionelle Anmerkung: Unser Gastautor ist erfolgreicher Sprinter der LG Eder vom Jahrgang 1959 (M60) und immer noch gut genug, bei der DAMM in der M50 im Team und der Staffel seinen Mann zu stehen.