Ein unbequemer DLV-Seniorensprecher ganz im Sinne der Aktiven

(Neustädt/Erfurt/Krefeld, 27. April 2020) Er ist der krasse Gegenentwurf zu seinem stromlinienförmigen, verbandskonformen Vorgänger, der viel zu lange sein Ehrenamt verwaltet hat. Dabei gibt er den Senioren-Leichtathleten als ihr gewählter Vertreter nicht nur (s)eine Stimme, wie es heute in einen großen Story über ihn auf der Netzseite des Thüringer Leichtathletik-Verbandes (TLV) in Erfurt heißt. Der in Neustädt wohnhafte und für den Eisenacher LV startende Heiko Wendorf (*02.10.1970; im Bild) ist als spätberufener Kugelstoßer vor allem „Ein-pack-an“, der selber gestaltet. Und, was seinen „Schutzbefohlenen“ zu Gute kommt, ist er kein Abnicker und willfähriger Ja-Sager, bietet den oftmals verantwortungslos handelnden Personen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) „auf Augenhöhe“, wie er ausdrücklich betont, sehr zu deren Leidwesen die Stirn.

Gewisse Streitkultur gehört quasi zu seiner beruflichen DNA

Wendorf kommt zustatten, dass als selbständiger Wirtschaftsjurist (Schwerpunkt Insolvenzrecht) quasi von Berufs wegen eine gewisse Streitkultur und Durchsetzungsvermögen zu seiner DNA gehören. Der „Retter“ der diesjährigen Hallen- und Winterwurf-DM in Erfurt könnte als eigenständiger Veranstalter womöglich – ein wenig überhöht formuliert – in die bundesdeutsche Leichtathletik-Geschichte in Zeiten wie diesen der Corona-Krise eingehen. Der 49-jährige Wahl-Thüringer aus Mecklenburg organsierte am 07. März mit dem 1.Wurf-Zweikampf in der Erfurter Leichtathletik-Halle den bis dahin letzten diesjährigen Wettkampf und könnte, wenn die Seuche eingedämmt werden sollte oder die gesundheitlichen Verhältnisse es wieder zulassen, mit dem 4.Neustädter Kugel-Cup am 23.Juni 2020 auch für den Re-Start verantwortlich zeichnen. Denn momentan hat er die Ausschreibung noch nicht im vorauseilenden Gehorsam zurückgenommen, will sich erst 14 Tage vor dem Termin endgültig entscheiden. – Mehr über ihn mit diesem Link zu der eingangs erwähnten Geschichte.