"Quarantäne! Eine Gebrauchsanweisung" von Pater Anselm Grün

(Abtei Münsterschwarzach/Krefeld, 25. April 2020) Nie war es so wertvoll wie heutzutage in diesen elendig lange anhaltenden Zeiten der apokalyptischen Coronavirus-Krise: Lesen! Es bildet, entspannt, lenkt ab, muntert auf, erheitert, man(n)/frau kann in eine andere Welt eintauchen. Kaum eine Branche boomt momentan so wie der digitale Buchhandel, der allerdings seit dieser Woche Montag in Nordrhein-Westfalen und sonst wo auch wieder seine Geschäfte öffnen durfte. Passend im doppelten Wortsinne ist vorgestern zum Welttag des Buches ein neues Werk von Benediktiner-Pater und Bestsellerautor Anselm Grün erschienen. Mit dem beziehungsreichen Titel: „Quarantäne! Eine Gebrauchsanweisung“. Untertitel: „So gelingt friedliches Zusammenleben zu Hause“.

Schlagworte: „Konkret, alltagsnah und motivierend“

Obwohl ich da in unserem seit 30 Jahren erprobten, bewährten und vor allem harmonischen Zwei-Personen-Haushalt keine private Götterdämmerung befürchte, beschleichen auch mich/uns bei allem angeborenem rheinischen Frohsinn bisweilen trübsinnige Gedanken. Also habe ich das Buch bestellt und es inzwischen auf dem Postwege ins Haus geliefert bekommen. Kein Riesenschmöker, dürfte sich in nicht sonderlich kleinen und eng gedruckten Lettern auf 94 Seiten ziemlich schnell weg lesen und ist für 14 Euro zu haben. Noch bin ich indes über die Anreißmeldung auf der Rückseite des festen Einbandes nicht hinaus gekommen.
Ein kleiner Auszug: „Quarantäne! Und plötzlich ist alles anders. Auf einmal lebt man wochenlang an einem Ort, mit den immer gleichen Menschen. Niemand hat das vorher ausprobiert – oder etwa doch? Die Mönche haben seit 1.500 Jahren Erfahrungen exakt mit dieser Situation und wissen, wie das Zusammenleben auf engsten Raum klappt.“
Der weise 75-jährige Ordensmann mit dem grauen Rauschebart weiß also, worüber er schreibt. Und zu guter Letzt noch ein paar Schlagworte: „Konkret, alltagsnah und motivierend.“ Probieren geht über studieren. Wobei hier sogar beides zutrifft.