Konstruktiver Vorschlag zur Rettung des DAMM-Endkampfes 2020

(Lage/Krefeld, 14. April 2020) Bei aller gebotenen Bescheidenheit können wir bar jeder Übertreibung mit Fug und Recht für uns in Anspruch nehmen, in den vergangenen Jahren die umfangreichste Berichterstattung zur guten alten Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) geleistet zu haben. Jeweils angereichert durch aktuelle Tabellenstände kurzfristig nach jedem neuen Durchgang. Mit diesem unschlagbaren Pfund, das uns viel Lob eingebracht hat, werden wir in Zeiten wie diesen mit der das ganz normale Leben einschränkenden Corona-Katastrophe leider nicht wuchern können.

Team-Finals auf Regional- und Landesebene bereits weggebrochen
 
Es mussten bereits die teilweise gemeinsamen Team-Finals auf Regional- respektive Landesebene vom
Nordrhein, von Westfalen, Bayern, Württemberg, Baden, Sachsen und auch der Qualifikationswettkampf der LG Eder zusammen mit dem TSV Korbach abgesagt werden. Unter diesen Vorzeichen kann es eigentlich in dieser in jedem Fall amputierten Saison am 12.September 2020 nach Lage der Dinge – wie treffend – im westfälischen Lage keinen DAMM-Endkampf auf Bundesebene geben. Dies umso mehr, als in aller Regel bis etwa Anfang Juli finalreife Leistungen der maximal je sechs besten Vereine/Startgemeinschaften in den im Zehn-Jahres-Takt Altersklassen M30 – 70 und W30 – 60 erzielt sein müssen.

Mit dem etwaigen Rest vom Fest ließe sich kein Staat machen

Die bislang noch nicht abgesagten Quali-Versuche in Hamburg, Verden und Piesbach werden, so sie denn stattfinden, nicht die erforderliche Zahl an Endkampfteilnehmern bringen können. Damit ließe sich auch qualitativ in Spitze und Breite kein Staat machen. Wenn von ursprünglich 95 Mannschaften aus 2019 ganze 67 Teams in 2020 wegen abgesagter Qualifikationen nicht in der Rangliste erscheinen, macht ein Endkampf wohl keinen Sinn. In manchen Altersklassen würden sogar die ersten fünf oder auch sechs Mannschaften von 2019 fehlen.

Zeit für Planspiele des angeblich so innovativen DLV

Vielleicht sollte sich der nach eigener (doppelzüngig) Angabe ach so innovative Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) als Schirmherr der Veranstaltung aufgrund dieser Tatsache einmal Gedanken darüber machen und eine entsprechende Information in der Senioren-Spielecke auf seiner Verbandsnetzseite veröffentlichen. Und da wir bekanntlich gerne helfen, wäre aus unserer fachlichen Sicht diese Szenario denkbar: Falls sich die Situation hinsichtlich dieser unfreiwillig aus China importierten neuen Geißel der Menscheit bis Ende August, Anfang September entspannen sollte, könnten die selben Teams wie 2019 eingeladen und das Finale gegebenenfalls auf Anfang Oktober verschoben werden. So wäre sichergestellt, dass die besten Teams an den Start gehen würden.
Mit diesen Verlinkungen geht es zur DAMM-Rangliste 2019, zum vorjährigen Final-Ergebnis in der „Weltstadt mit Herz“ München und einem abschließenden Beitrag.