"The Master of Desaster" Kurt Kaschke tritt als EMA-Präsident zurück

(Assafora/Krefeld, 01. April 2020) Ein Mann wie er, allem Anschein nach ein Narziss aus dem Bilderbuch a la Donald Trump, mit einer pathologisch anmutenden Selbstüberschätzung, zieht die Reißleine. Das ist mal eine faustdicke Überraschung. Kurt Kaschke (*07.04.1955) mit den multiplen Wohnsitzen/Adressen in Freudenstadt, Gütersloh und Assafora in Portugal (Lissabon war lediglich die geschönte Version) leistet als Präsident des kontinentalen Senioren-Dachverbandes European Masters Athletics (EMA) den Offenbarungseid, meldet gewissermaßen den persönlichen Bankrott an (siehe auch unsere Andeutung von gestern). „The Master of Desaster“ tritt mit Wirkung zum 06.April 2020 von seinem Ehrenamt zurück, dass er seit August 2012 nach Ansicht von Insidern schon viele zu lange innehat. Das zudem geprägt ist von etlichen ihm durch prominente Zeitzeugen nachgewiesenen Tricksereien und Mauscheleien in der Verbandsführung.

Eintritt ins Ruhestandsalter nicht die einzige Triebfeder

Der Zeitpunkt scheint nicht von ungefähr gewählt. Denn nur einen Tag später vollendet er sein 65tes Lebensjahr, ehedem das klassische Datum für den Eintritt in den seligen (Un-)Ruhestand (im Hauptberuf als Realschullehrer in Freudenstadt schon länger vollzogen). Wenngleich für einen Funktionär nicht zwingend, will er das süße Nichtstun vermutlich mit seiner portugiesisch angehauchten vierten Angetrauten Christine Ratzke de Figueiredo (*1954) bar jeglicher Anfeindungen in vollen Zügen genießen. Es darf allerdings gemutmaßt werden, dass es sich dabei nicht um die einzige Triebfeder handelt, vielmehr um einen Nebenschauplatz.

Kapitalste Eigentor die beabsichtigte 50-Prozent-Unterschlagung

Aus seinem etwas engeren Umfeld verlautet, und auch nach außen dringende „Kostproben“ bestätigten dies, dass er sich mit dem Krisenmanagement in der Corona-Krise um die drei ausgefallenen Senioren-Europameisterschaften in seiner Wahlheimat und der Zukunftsplanung restlos überfordert sieht. Das kapitalste Eigentor erzielte Kuddel-Muddel-Kurt mit der Ankündigung, 50 Prozent der geleisteten EM-Meldegelder einbehalten zu wollen.
Hinzu dürfte die direkte und mittelbare (verdiente) Kritik von ausgewiesen Fachleuten mit jede Menge Format wie LOC-Chef
Doug Shaggy Smith aus Toronto (Kanada), den einstige WMA-Vizepräsidenten Vesa Lappalainen (Finnland) und Jerzy Krauze aus Polen kommen. Selbst der ausgewiesene Leisetreter Mattias Reick vom DLV hat gestern in seiner (?) E-Mail zwischen den Zeilen einen Anflug von Unmut gegenüber Kaschke bekundet.
Kurzum: Das Fass war für den ungekrönten Reise-König auf Verbandskosten wohl voll. Allerdings sollte sich jetzt niemand in Sicherheit wiegen. Denn vor seiner letztlichen Wiederwahl am 31.Juli 2017 im dänischen Aarhus hat er schon einmal den Rücktritt vom Rücktritt erklärt.