Im missionarischen Eifer zweimal knapp übers Ziel hinaus "geschossen"

(Krefeld, 31. März 2020) Räumen wir freimütig ein, dass wir in unserem missionarischen Eifer für die Sache in zwei Fällen ein klein wenig über das erklärte Ziel hinausgeschossen" sind. Glücklicherweise hinterfragen wir uns in unserem kleinen, aber feinen Team vor und hinter den Kulissen ständig, sind bereit – so erforderlich – Fehlgriffe einzugestehen und sie auch öffentlich kundzutun. Wie jetzt.
1.) WMA-Präsidentin Margit Jungmann haben wir allzu weitreichende Befugnisse unterstellt, die sie halt nicht hat (siehe Link). Die Senioren-WM 2020 in Toronto konnte sie Kraft ihres hohen Ehrenamtes nicht in eigener Weiblichkeit absagen/verschieben. Dazu bedurfte es der Absprache mit dem Lokalen Organisationskomitee (LOC). Sonst hätte sie ja auch im Umkehrschluss darauf bestehen können, dass diese Titelkämpfe gegen jede Vernunft durchgeführt werden. Konnte sie selbstverständlich nicht. Was wir indes weiterhin unverdrossen beanstanden, dass diese Entscheidung nicht im Gleichklang auf den Netzseiten des Schirmherrn World Masters Athletics (WMA) und des örtlichen Ausrichters kommuniziert worden ist. Zumal sie im ständigen Austausch mit dem LOC stand und nach unserer Kenntnis sogar selber vor Ort war.
2.) Bei dem gestrigen Kommentar haben wir EMA-Präsident Kurt Kaschke mit der beabsichtigten Einbehaltung von 50 Prozent des Startgeldes das Etikett des Betrugs angeheftet. Nach juristischer Spitzfindigkeit handelt es sich jedoch „lediglich“ um Unterschlagung. Es bleibt freilich ein justiziabler Straftatbestand, macht im blanken Ergebnis der Vorenthaltung letztlich absolut keinen Unterschied.

Deutsche Sprache bisweilen eine schwere Sprache

Sucht man übrigens im normalen Sprachgebrauch nach einem Synonym für Unterschlagung, lautet die Auswahl unter anderem: Diebstahl, Hinterziehung, Aneignung, Eigentumsdelikt, Vorenthaltung. Die Deutlichkeit lässt keine Fragen offen. Betrug kommt allerdings dabei tatsächlich nicht vor. In ihrer unschlagbaren, einzigartigen Vielfältigkeit ist die deutsche Sprache halt bisweilen eine schwere Sprache. Selbst für jemanden, der damit tagtäglich gewissenhaft umgeht, sie hegt und pflegt.
Nur wer nicht arbeitet, macht keine Fehler. Entschuldigt haben wir uns ja praktisch mit diesem Beitrag. Zumindest bei Frau Jungmann war/ist es in Maßen angezeigt, bei Kaschke darf der unerhebliche Unterschied getrost als Petitesse bezeichnet werden.