Dauerbrenner Andy Dittmar steigerte eigenen deutschen M45-Rekord!

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(Erfurt/Krefeld, 01. März 2020) Und da Beste kam nicht nur durch die rosarote Werferbrille betrachtet fast zum Schluss der Einzelwettbewerbe bei den dreitägigen Titelkämpfen der Hallen-DM mit Winterwurf in Erfurt. Ein Dramaturg hätte es nicht besser inszenieren können. Denn bei dem Hauptdarsteller handelte es sich um den äußerst beliebten Thüringer Volkstribun Andy Dittmar (*06.07.1974) von BiG Gotha, einem stattlichen Mannsbild von 1,96m Körpergröße und über die Länge gut verteilten 140 Kilogramm Wettkampfgewicht. Big-Andy wuchtete das 7,26 Kilogramm schwere Gerät heute so gegen 14:40 Uhr beim Kugelstoßen der M45 im zweiten Durchgang in dem für Höchstleistungen handgemalten Feld von lediglich vier Teilnehmern auf 18,33m.
Danach war verständlicherweise ein wenig der Dampf aus dem Kessel, fabrizierte er zwei „Fahrkarten“ und dazwischen noch Weiten von 17,88 sowie 17,70m. Aber was soll’s? Schließlich pulverisierte der 45-jährige Dauerbrenner im Ring seine saisonale Bestleistung von 17,86m erheblich und vor allem seinen eigenen deutschen M45-Rekord (18,08m) aus dem Vorjahr an selber Stelle in seinem sportlichen Wohnzimmer unter dem Hallendach um 25 Zentimeter. Der für ihn ganz normale Wahnsinn, dessen Taufbecken dereinst in Gotha ein Jungbrunnen gewesen sein muss. .   

Bestplatzierter Senior in der DLV-Bestenliste der Männer

Schieben wir gleich noch ein paar Superlative zur Bestätigung und Erhärtung der eingangs aufgestellten These nach. Mit jener Leistung ist Dittmar als aktuell Neunter der DLV-Bestenliste der Männer der höchst notierte Senior überhaupt. Obschon Überkreuzvergleiche hinken, da auch in der Leichtathletik in direkter Auseinandersetzung auf’m  Platz abgerechnet wird, wäre er damit in der Vorwoche bei der „großen“ DM in Leipzig Achter geworden. Gut, sei nicht verschwiegen, dass auch nur acht Aufrechte am Start waren, wovon lediglich sieben in die Wertung gelangten.
Wenngleich sich der Gothaer „Schlossherr“ aufgrund seiner Erfahrung als ehemaliger Athlet der europäischen Spitzenklasse (Lebensbestleistung 20,55m, im selben Jahr EM-Fünfter 2006 in Göteborg/S) sehr genau einzuschätzen weiß, schafft er es immer wieder sich selber zu überraschen. Gut eine Stunde nach seinem Husarenstreich schrieb er mir über WhatsApp im lupenreinen DLV-Denglish: „Ich bin selbst noch voll geflasht.“
Da werden sich garantiert viele mit Sach- und Fachkenntnis anschließen, der Autor ebenfalls. (Alle Resultate in der Ergebnisübersicht im handelsüblichen Seltec-Durcheinander und scheußlichem, unübersichtlichen Grafik-Design.