"Kuddel on Tour": Diesmal wieder in Kombination von Pflicht und Kür

Glosse

Neben der Spur

(Braga/Porto Moniz/Funchal/Krefeld, 27. Februar 2020)
 Wechseln wir von einem Reise-König zum nächsten. Das europäische Pendant der Funktionärsriege zu Stan Perkins (Australien) ist Kosmopolit Kurt Kaschke (*1955) aus Freudenstadt, Gütersloh und Lissabon, der Präsidialherr des kontinentalen Senioren-Verbandes European Masters Athletics (EMA) mit Briefkastenadresse im schweizerischen Lausanne. Allerdings kann „Kuddel“ diesmal schwerlich zum Vorwurf gemacht werden, wenn er demnächst bei den „Portugiesischen Festspielen“ um drei verschiedene Europameisterschaften der Senioren/innen wieder auf Tour geht. Dort jeweils vor Ort zu sein, ist schließlich qua Ehrenamt die Pflicht und Verpflichtung des 64-jährigen Vorruheständlers.

Dreimal setzt der EM-Chef selber zum Schaulaufen an

Aber es würde nicht seinem narzisstischen Naturell und ausgeprägten Hang zur Selbstdarstellung entsprechen, diese Plattformen nicht als Kür buchstäblich zum eigenen Schaulaufen zu inszenieren. So wir in den Meldelisten nichts übersehen haben sollten, übt er sich bei der Hallen- und Winterwurf-EM vom 15. bis 21.März 2020 in Braga diesbezüglich noch in vornehmer Zurückhaltung. Die Betonung liegt auf diesbezüglich. Irgendeine Nationalhymne wird sich schon finden, die er bei der Siegerehrung a cappella lauthals mitsingen kann oder neben dem Podest ein Tänzchen wie seinerzeit zu „Twist again“ aufzuführen. Doch auf Madeira schlägt er nach dem Motto „Jeder blamiert sich so gut er kann“ mal wieder selber hemmungslos zu. Bei der Berglauf-EM in Porto Moniz (27.- 29.März) nimmt er sich die 8,5-km-Distanz bei der M60 unter die Sohlen, wenig später bei der Straßenlauf-EM in Funchal (02. - 04.April) kurz vor seinem Geburtstag (07.April) innerhalb von 14,5 Stunden den 10-km-Lauf und das außerhalb der Wertung stattfindende 6-km-Hobby-Walking (Meldeliste siehe jeweilige Verlinkung). Womöglich zusammen mit seiner in Lissabon lebenden Herzdame Christine Ratzke de Figueiredo.
Auf Platzierungen kommt es bei ihm ohnehin nicht an, fiel bisher stets unter „Hinterbänkler“ bis Schlusslicht. Es geht ihm vielmehr um sehen und vor allem gesehen werden (was bei ihm ja auch länger dauert), getreu der Devise „Hier kocht der Chef selbst“.
Wohl bekomm’s!