EVAA benannte sich in European Masters Athletics (EMA) um

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(Izmir/Krefeld, 28. August 2014) Manche Mühlen mahlen langsam. Sehr langsam. Gerne auch mal die von behördenähnlichen Apparaten wie Verbänden. Auch dass die Athleten interessierende Informationen Bringschulden sind, hat sich bis zu ihnen noch nicht herum gesprochen. Erst auf Nachfrage von Lampis kam Bewegung in die Angelegenheit. Dabei ging es um nicht weniger als die Namensänderung des antiquierten und despektierlichen EVAA, das „V“ steht für Veterans, des kontinentalen Leichtathletik-Dachverbandes in European Masters Athletics (EMA). Dies stand zur Abstimmung auf der Agenda der Generalversammlung am 26.August 2014 (wir berichteten) während der Senioren-EM in Izmir (Türkei). Doch still ruhte der See auf der Netzseite des Verbandes. Nicht ganz still. Denn gestern erschien gegen die Mittagszeit ein ziemlich belangloser Beitrag über zwei weibliche „Safety Officers“ bei der EM. Die Wichtigkeit sollte wohl dadurch unterstrichen werden, dass sie beide einen Doktortitel vor ihren Namen führen. Doch mit Sicherheit nicht in „Safety“. Erst dann wäre es in dem Zusammenhang relevant gewesen.
Oh Wunder – gestern Abend erhielten wir um 20.52 Uhr per E-Mail einen Wink des in Sportfreundschaft verbundenen EVAA-Webmasters Hans-Peter Skala aus Ratingen, dass soeben die frohe Kunde auf der Verbandsnetzseite verbreitet worden sei, dass demnächst ein Grafikdesigner die Aufgabe erhalten wird, ein neues Logo zu fabrizieren (so stand es natürlich nicht da). Kurzum: Die theoretisch 105 stimmberechtigten Delegierten aus ebenso theoretisch 42 Nationen votierten mehrheitlich (Verhältnis nicht genannt) für den Antrag von Deutschland, Frankreich und Italien für die Änderung in EMA. Analog zu WMA = World Masters Athletics. Offenbar auch sehr zur Freude von Hansjörg Wirz aus der Schweiz, dem anwesenden Präsidenten der europäischen Dachorganisation European Athletic Association (EAA). Dem dürften sich alle Senioren/innen anschließen, denen die bisherige Bezeichnung ein Dorn im Auge und Stachel im Fleisch war.
Seniorensprecher Alfred Hermes scheint’s jedoch herzlich egal zu sein. Obwohl er einer der fünf Delegierten des DLV war, schweigt er sich bislang auf seiner Verharmlosungsnetzseite zu dem Thema aus. Stattdessen ergötzt er sich gestern in einer Meldung über angeblich eine Million Zugriffe (später heißt es Klicks, was einen Riesenunterschied ist) auf seine Seite. Wer angibt, hat bekanntlich mehr vom Leben. Wenn er es braucht. Kontrollieren kann es eh kein Außenstehender.