Diskuswurf-Terzett um Kristin Pudenz kam geschlossen weiter

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(Doha//Krefeld, 03. Oktober 2019) Ohne deutsche Beteiligung gingen am gestrigen sechsten Tag der Weltmeisterschaften die drei Finals im Khalifa International Stadium in Doha über die sportliche Bühne. Aber auch in den Vorentscheidungen reiften längst nicht alle Blütenträume. Allerdings in drei Fällen (1.500m, 5.000m und 400m Hürden, jeweils der Frauen) eher papierformgemäß. Beginnen wir mit dem erfreulichen Teil der verschiedenen Darbietungen. Das Diskus-Terzett der Frauen absolvierte mehr oder weniger souverän die Qualifikation der 29 Bewerberinnen. Die deutsche Meisterin Kristin Pudenz (SC Potsdam) hakte bei ihrer ersten WM gleich zum Auftakt mit 63,35m die geforderte Weite von 63 Meter und Gesamt-Sechste mit dem begehrten großen Q ab. Dem sehr nahe kam Nadine Müller vom SV Halle mit 62,93m (Achte). Ein wenig zittern musste Claudine Vita (SC Neubrandenburg), die jedoch als Elfte mit 62,31m das morgige Finale der besten Zwölf erreichte.

Nur „La Schwanitz“ überstand die Kugelstoß-Qualifikation

Das war in der zeitlichen Abfolge zuvor insgeheim oder auch öffentlich vom DLV-Dreigestirn im Kugelstoßen der Frauen erhofft worden. Doch nur die „stubenälteste“ 33-jährige Frontfrau Christina Schwanitz vom LV 90 Erzgebirge überbot mit 18,52m (Siebte) knapp die Norm von 18,40 Meter. Das riecht noch nicht nach der anvisierten Medaille. „Ein Pferd springt auch nur so hoch, wie es muss“, kommentierte es „La Schwanitz“ in ihrer bekannt schlagfertigen Art beim ZDF. Sarah Gambetta (SV Halle) war einmal mehr das Pech treu. Beim Auffüllmodus fehlten ihr als 13. mit 18,01m lausige drei Zentimeter am Weiterkommen. Daran scheiterte die eine optisch blasse Vorstellung ohne Pep und Power abliefernde Alina Kenzel (VfL Waiblingen) mit 17,46m (SBL 18,17m) als 20. des 27-köpfigen Feldes deutlich. Der erste Versuch war gar nur 16,58m.

Konstanze Klosterhalfen scheinbar unbeeindruckt vom Getöse um Salazar
 
Dem äußeren Anschein nach blieb Konstanze Klosterhalfen vom TSV Bayer 04 Leverkusen in ihrem 5.000-Vorlauf (zeitgleiche Zweite mit 15:01,57m) völlig unbeeindruckt von der vierjährigen Doping-Sperre und der Suspendierung von der WM des leitenden Trainers Alberto Salazar (USA) dieses umstrittenen „Nike Oregon Project“, dem sie angehört. Es sei fairerweise angemerkt, dass die – nett formuliert – gertenschlanke 22-Jährige weder bei Salazar trainiert, noch von ihm gecoacht wird und man den Teufel tun sollte, sie mit irgendwelchen Dopingpraktiken in Verbindung bringen zu wollen.
Weitere Ergebnisse: Männer, Zehnkampf nach dem ersten Tag: 7. Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) 4.315 Punkte, 11. Niklas Kaul (USC Mainz) 4.164, 16. Tim Nowak (SSV Ulm) 4.090.
Frauen, 1.500m-Vorläufe (35 Teilnehmerinnen): 31. Caterina Granz (LG Nord Berlin) 4:12,36 min. (SBZ 4:05,60); 5.000-m-Vorläufe (29 TN): 18. Hanna Klein (SG Schorndorf) 15:28,65 (SBZ 15:19,74); 400m-Hürden-Drittelfinals: 23. Caterina Krafzik (VfL Sindelfingen) 56,41.
Und wie stets an dieser Stelle die Verlinkung zum blitzsauberen Internet-Auftritt unter www.iaaf.org.
Redaktioneller Hinweis auf einen gestern Abend eingestellten aktuellen Beitrag in unserer Klatsch- und Tratsch-Spalte Flurfunk.