Gesa Felicitas Krause sorgte mit Bronze für die erste deutsche Medaille

(Doha/Krefeld, 01. Oktober 2019) Aus eingeschränkter deutscher Sicht darf gestern am vierten Tag der Weltmeisterschaften in Doha das beste Abschneiden der Athleten/innen mit dem Schriftzug „GERMANY“ auf dem gesponserten Trikot protokolliert werden. Nicht nur wegen der ersten Medaille durch Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause (im Bild) von Silvesterlauf Trier, die in einem geschichtsträchtigen Rennen mit nicht weniger als neun Meisterschafts-, Landesrekorden, persönlichen oder saisonalen Bestzeiten als Dritte ihre eigenen, erst rund einen Monat jungen deutschen Rekord (9:07,51) um gleich 4,21 Sekunden auf 9:03,30 Minuten verbesserte. Die 27-jährige Wahl-Triererin mit dem nicht nur hübschen, sondern auch sehr klugen Kopf war bei ihrer bereits fünften WM auf die Minute topfit, bot eine taktische Meisterleistung und machte mit ihrer bekannt starken Schlussrunde über 3000m Hindernis die Bronzemedaille perfekt. Dazu gesellten sich bei den weiteren Finals mit „heimischer“ Beteiligung noch der achte Platz von Diskuswerfer Martin Wierig vom SC Magdeburg mit 64,98m und Rang neun von Hochspringerin Imke Onnen von Hannover 96 mit 1,89m.

Speerwerferin Christin Hussong mit souveräner Kurz-Darbietung

Aber auch sonst gibt es Erfreuliches zu berichten, fiel bei den Vorentscheidungen lediglich „Nesthäkchen“ Annika Maria Fuchs vom SC Potsdam im Speerwurf durchs Raster. Die 22-Jährige konnte ihr Potenzial (SBL 63,68m) nicht abrufen, belegte von 31 Teilnehmerinnen mit 58,16m den 21. Platz der Gesamtwertung. Fürs Weiterkommen der Top zwölf langten 60,90m. Derweil entledigte sich Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken der Pflichtaufgabe souverän. Als überhaupt Erste holte sie sich gleich zum Auftakt mit 65,29m das große Q (gefordert waren 63,50m). Die chinesischen Weltrangliste (67,98m) Huihui Lyu zog im zweiten Durchgang in dieser Hinsicht mit 67,27m nach. Das und der Nationalrekord der Inderin Annu Rani von 62,43m beweisen, dass man in diesem Stadion mit schwierigen thermischen Bedingungen zumindest den Speer weit werfen kann. Das schon einmal zur Beruhigung an die Adresse der durch die „Wildcard“ von Titelverteidiger Johannes Vetter vier deutschen Jungs mit noch Andreas Hofmann, Thomas Röhler und Julian Weber.

Alle drei DLV-Sprinterinnen über 200m eine Runde weiter

Die DLV-Troika über 200m der Frauen kam komplett eine Runde weiter. Tatjana Pinto vom LC Paderborn (2. im 5. Vorlauf) und Lisa Marie Kwayie (3. im 3. VL) sogar jeweils mit persönlichen Bestleistungen von 22,63 Sekunden (zuvor 22,65) respektive 22,77 (22,88). Ein wenig Glück war derweil bei Jessica-Bianca Wessely von der MTG Mannheim als Sechste im vierten Vorlauf in 23,10 (SBL 23,05) im Spiel. Die 23-jährige Badener profitierte als Sechste der danach sechs Zeitschnellsten von drei prominenten kurzfristigen Abmeldungen (darunter dann doch Dafne Schippers/NL) und der Disqualifikation der mit 22,05 sec. Weltranglisten-Vierten Blessing Okagbare aus Nigeria.
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