Martin Wierig setzte sich aus dem deutschen Diskuswurf-Terzett durch

(Doha/Krefeld, 29. September 2019) Wenden wir uns vordergründig unserer originären Baustelle von Stoß und Wurf zu. Da stand gestern am zweiten Tag der Weltmeisterschaften in Doha im Wüstenstaat Katar in zwei Gruppen die Qualifikation im Diskuswurf der Männer auf der Agenda. Mit einem deutschen Terzett. Einer kam bei schwierigen Bedingungen (weitreichende Tribünen-Überdachung, Luftverwirbelungen infolge der riesigen Düsen der Klimaanlage) durch, bei denen lediglich der Schwede Daniel Stahl mit 67,88m das große Q der geforderten Qualifikationsweite von 65,50m schaffte. Der von Armin Lemme (selber dereinst Diskuswerfer mit einer Bestleistung von 68,50m) trainierte Martin Wierig (*1987) vom SC Magedburg war es, der mit 63,65m den elften Platz unter insgesamt 32 hünenhaften Recken belegte.

Christoph Harting fehlten lediglich 13 Zentimeter am Weiterkommen

Dessen vier Jahre jüngerer Klubkamerad David Wrobel bot bei seinem ersten WM-Start mit 62,34m (SBL 65,86m) eine respektable Vorstellung, musste jedoch als insgesamt 16. die Segel streichen. Das trifft zwar schlussendlich auch auf „Enfant terrible“ (jemand, der gegen gesellschaftliche Regeln verstößt) Christoph Harting vom SCC Berlin zu. Doch gemessen an seinen in der Erinnerung haften gebliebenen zwei unwürdigen Auftritten in seiner Heimatstadt (EM 2018, DM 2019) mit ausnahmslos ungültigen Versuchen fand bei dem Olympiasieger eine wundersame Wandlung statt. Drei messbare Durchgänge in einer Art Steigerungslauf von 60,31, 62,04 und 63,08m gingen in die Wertung ein. Als 14-tem fehlten dem 29-Jährigen lediglich 13 Zentimeter am Weiterkommen (63,31m von Lukas Weisshaidinger/Österreich).
Weitere Resultate der DLV-Athleten/innen: Männer, 800-m-Vorläufe (45 Teilnehmer): 33. Marc Reuther 1:47,31 min. (SBL 1:45,22); 400m Hürden, Drittelfinals: 21. Luke Campbell (beide LG Eintracht Frankfurt) 50,00 sec.; 50 km Gehen (46 TN): 7. Carl Dohmann (SCL Heel Baden-Baden) 4:10,22 Std., 23. Jonathan Hilbert (LG Ohra Energie) 4:30,43; aufgegeben Nathaniel Seiler (TV Bühlertal); Stabhochsprung, Qualifikation (29 TN): 8. Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) 5,75m, 11. Bo Kanda Lita Baehre 5,70m, 23. Torben Bleche (beide TSV Bayer 04 Leverkusen) 5,45m.
Frauen, 100m-Vorläufe (47 TN): 10. Tatjana Pinto (LC Paderborn) 11,19 sec., 20. Gina Lückenkemper  (SCC Berlin) 11,29 (beide als jeweils Vorlauf-Dritte für Drittelfinals qualifiziert); 800-m-Drittelfinals (24 TN): 17. Katharina Trost (LG Stadtwerke München) 2:01,77 min.; 10.000 Meter: aufgegeben Alina Reh (SSV Ulm); 4x400-m-Mixed-Staffel (16 Nationen): 14. Deutschland (Marvin Schlegel, Luna Buhlmann, Karolina Pahlitzsch, Manuel Sanders) 3:17,85 min. (fürs Finale waren 3:16,16 erforderlich).
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