Eine kleine Hommage an unsere vielen Zeit- und Augenzeugen der EM

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Glosse

Neben der Spur

(Venetien/Krefeld, 18. September 2019) Keine Bange, das wird jetzt keine langatmige Nachbetrachtung dieser von uns mit ihren unendlich vielen Unzulänglichkeiten und Ungereimtheiten hinlänglich ausgeleuchteten skandalträchtigen 21.Senioren-Europameisterschaften in Venetien (Italien). Darüber hatten wir eigentlich schon symbolisch ein Straußenei (entspricht etwa 25 Hühnereiern) geschlagen. Aber da nicht jede/r Athlet/in vor Ort mit einem Smartphone, I-Pad oder Notebook ausgestattet ist, um medial auf dem Laufenden zu sein, erreichen uns nach deren Heimkehr in den letzten Tagen via Mail Rückmeldungen in Form ihrer Sorgen, Beschwerden und Kümmernisse persönlicher trüber EM-Erfahrungen. LAMPIS respektive deren Berichterstatter als Fleisch gewordener Kummerkasten.
Wohlverstanden: Das freut und ehrt uns, beweist, dass wir als „Sprachrohr“ der Leichtathletik-Senioren/innen wahr- und ernstgenommen werden, Missstände aufgreifen und sie vor allem weitertransportieren. Selbst wenn wir damit bis zum Sankt Nimmerleinstag bei den (un-)veranwortlich handelnden Personen mit Grandezza gegen die Pumpe rennen sollten, werden wir (hoffentlich) nicht müde, die Tastaturfinger weiterhin unverdrossen in die vielen, immer wieder neuen Wunden zu legen. Der Stoff wird uns zwangsläufig nicht ausgehen.  

Mitunter ist es vonnöten ein „Schwein“ zu sein

Bei dieser Gelegenheit besten Dank an all‘ jene, die uns während der chaotischen EM-Tage als Zeit- und Augenzeugen mit absoluten Insider-Informationen versorgt haben! Auch denen, die uns hinterher ihr Ungemach  geklagt haben und womöglich noch werden. Deshalb diese kleine Hommage an sie. Ohne selber da gewesen zu sein, waren wir ganz nah dran. Näher jedenfalls als die „Totschweige“-Internetportale vom Lokalen Organisationskomitee (LOC), von der EMA, dem DLV und was da sonst noch so alles kreucht und fleucht.
Drum merke: Nur weil ein Schwein im Kuhstall geboren wurde, ist es noch lange keine Kuh. Mitunter muss man(n) indes rhetorisch halt ein Schwein sein, um – vielleicht – etwas zu erreichen.