EMG: Hammerwurf der W45 und 50 fest in deutscher Hand

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(Turin/Krefeld, 01. August 2019) Es wurde gestern bei den European Masters Games (EMG) in Turin im Stoß und Wurf ausnahmslos „gehämmert“. Und das war wiederum dem holden Geschlecht vorbehalten, dieses sportliche Handwerkszeug mehr oder weniger kunstvoll, vielmehr bei weniger Geübten ungelenk bis brachial zu bedienen. Die beiden deutschen Siegerinnen dürfen für sich in Anspruch nehmen, nicht vom Gerät beherrscht zu werden. Schließlich sind sie in ihren unmittelbar benachbarten Altersklassen aktuelle nationale Titelträgerinnen von Mitte Juli im thüringenschen Leinefelde-Worbis.
Insofern ging es im doppelten Wortsinne in „Bella Italia“ meisterlich zu. Jung-Fünfzigerin Gabriele Engelhardt (*1969) vom LC Breisgau legte um 10 Uhr vor, entschied in dem Sextett der W50 die Konkurrenz hoch überlegen mit 47,70m für sich. Wobei sie gegenüber ihrer Weite bei der DM (50,60m) ein bisschen Verschnitt hatte. Der Mensch ist halt kein Uhrwerk.
Bettina Schardt (*1972) von der MTG Mannheim musste zur „High-Noon“-Zeit zwölf Uhr mittags in den Ring. Dabei hatte das Terzett lediglich noch den Medaillensatz „auszukegeln“. Die recht beständige Mannheimerin kam mit 41,85m ihren 42,27m vom DM-Erfolg sehr nahe. Die hob sie sich allerdings bis zum letzten Versuch auf und gewann mit 1,45m Vorsprung den Wettbewerb. – Alle Resultate.