Dieter Massin Ehrengast bei Eröffnung der European Masters Games

(Turin/Krefeld, 25. Juli 2019) Er hat vor bald sieben Jahren im sächsischen Zittau als angesehener Steuermann des Europäischen Senioren-Leichtathletik-Verbandes (damals EVAA, später EMA) die Kommandobrücke verlassen und sich in den Ruhestand als hochkarätiger Amtsinhaber verabschiedet. Aber wie die Katze das Mausen nicht lässt, so zieht EMA-Ehrenpräsident Dieter Massin aus Ahlen in Westfalen weiterhin vor und hinter den Kulissen die Strippen. Der umtriebige 78-jährige Pensionär ist morgen (16 Uhr) Ehrengast bei der Eröffnungszeremonie der European Masters Games (EMG) im Parco del Valentino in Turin (Italien). Aus gutem Grund: Massin war es, der als Gründungsmitglied und Meeting-Direktor die kontinentale Variante der World Masters Games in der Internationalen Masters Games Association (IMGA) im schwedischen Malmö 2008 aus der Taufe gehoben hat.

Eine Erfolgsgeschichte angestoßen

Damit hat er bei seinerzeit 3.022 Teilnehmern (720 Leichtathleten; ich war dabei) eine Erfolgsgeschichte angestoßen. Vier Jahre später waren es in Lignano Sabbiadoro an der italienischen Adria 3.744, 2015 im mondänen Nizza an der Cote d‘Azur in Frankreich schon 6.702 Athleten/innen aus aller Herren Länder. Nunmehr werden es in der 900.000-Einwohner-Stadt im Piemont über 7.000 Aktive in 30 Sportarten und 150 Disziplinen sein. Ein Filetstück stellt dabei die Leichtathletik mit 1.249 Gemeldeten aus 45 Nationen dar. Natürlich auch aus Deutschland. Darunter bei insgesamt 160 Starts DLV-Senioren-Öffentlichkeitsarbeiterin Bettina Schardt (im Bild) von der MTG Mannheim im Kugelstoßen, Diskus- und Hammerwerfen der W45.
Die Wettbewerbe finden ausnahmslos im Stadio Primo Nebiolo unter dem Patronat des italienischen Fach-Verbandes FIDAL statt. Entgegen der abwegigen Verlautbarung von EMA-Präsident Kurt Kaschke (Gütersloh), der diese Veranstaltung als Konkurrenz zu seiner amateurhaft organisierten Senioren-EM im September an drei verstreuten Schauplätzen in der Region Venetien (ebenfalls Italien) sieht, werden etwaige Rekorde und persönliche Bestleistungen sehr wohl anerkannt.

Ein von Sergej Bubka mitorganisiertes Festival für die Sinne

Turin erwarb sich 2013 als Austragungsstätte der World Masters Games (WMG) einen glänzenden Ruf. Den wollen die professionellen Macher mit IMGA-, IOC-Mitglied und IAAF-Vizepräsident Sergej Bubka (Ukraine) an der Spitze nicht nur wahren, sondern möglichst steigern. Und so ist dieses Multi-Kulti-Spektakel mit Unterhaltung, Musik, Kultur und Lebensart weit mehr als Sport. Gewissermaßen ein Festival für die Sinne. Beneidenswert all jene, die mittendrin sein werden.