Interstate Masters: Tschechien entthronte Seriensieger Österreich

(Zalaegerszeg/Krefeld, 21. Juli 2019) Immer wieder Kaviar wird irgendwann fad und langweilig. Das lässt sich getrost auch auf die herrlichste Nebensache der Welt übertragen – den Sport. Seriensieger Österreich war es fast selber schon ein wenig peinlich, sechsmal hintereinander das gestern im ungarischen Zalaegerszeg mit wechselnden Schauplätzen nunmehr zum achten Male ausgetragene Interstate Masters gewonnen zu haben. Ohne dass sie mit gezinkten Karten gespielt hätten (wobei es schon ein paar Kunstgriffe gab), schließlich wollen Sportler immer gewinnen, ging der allgemeine Wunsch nach Veränderung in Erfüllung. Nach einer erst in den abschließenden Staffelwettbewerben entschiedenen außerordentlichen spannenden Auseinandersetzung setzte sich Tschechien in diesem Senioren-Sechs-Länderkampf mit Ungarn, Österreich, Slowenien, Kroatien und der Schweiz in der Gesamtwertung von Männern und Frauen mit winzigen zwei Punkten vor dem Pokalverteidiger aus diesmal nicht „Felix Austria“ (Glückliches Österreich) durch.

Ungar Fábián Zoltán warf grandiose 70,75 m mit dem 6-Kilo-Hammer

Der hammerwerfende Mannschaftskapitän Gottfried Gassenbauer (*1958) aus Wien trug es als „Gentleman in kurzen Hosen“ mit Fassung. „Es war ein unglaublich schönes Teamerlebnis“, ließ uns „Gassi“ in einer E-Mail von heute Nacht 00:47 Uhr mit dem Versprechen wissen, dass er später Details folgen lässt. Vorab können wir jedoch schon einen Auszug aus der umfangreichen Ergebnisliste (eine Verlinkung ist leider noch nicht möglich) beitragen: Der Ungar Fábián Zoltán (*22.04.1969) warf in der M50 grandiose 70,75m mit dem Sechs-Kilo-Hammer. Gassenbauer (M60; 5 kg) erzielte mit der neuen Saisonbestleistung von 58,09m (bisher 56,98m) die metrisch zweitbeste Leistung aller 16 in und außerhalb der Länderkampf-Wertung angetretenen Hammerwerfer aus sechs Nationen.