Senioren-Sechs-Länderkampf erlebt morgen in Ungarn die achte Auflage

(Zalaegerszeg/Krefeld, 19. Juli 2019) Bekanntlich ist der Senioren-Drei-Länderkampf Deutschland – Frankreich – Belgien vom DLV wegen latenter, fast schwindsüchtiger Finanznot (es scheitert entgegen sonstiger unverantwortlicher Geldvernichtung an vergleichsweise bescheidenen 8.000 Euro) im Vorjahr nach der zehnten Auflage zu Grabe getragen worden. Wie sinnig, das kleine Jubiläum zum Ausklang mit einem Beerdigungsbankett zu verbinden.
Derweil zeigen uns so genannte kleinere (Leichtathletik-)Nationen, wo Bartl den Most holt. Das dereinst vom früheren Weltklasse-Diskuswerfer Geza Valent (Tschechien) und damaligen EVAA-Präsidenten Dieter Massin aus Ahlen in Westfalen 2011 aus der Taufe gehobene „Interstate Masters“ feiert hingegen fröhliche Urständ‘. Dieser mittlerweile achte Senioren-Sechs-Länderkampf zwischen Ungarn – T
schechien – Österreich – Slowenien – Kroatien – Schweiz geht morgen im Rahmen einer Sportplatz-Einweihung im ungarischen Zalaegerszeg nahe Heviz am malerischen Balaton (Plattensee) über die Bühne. Natürlich mit den beiden einstigen Initiatoren am Rande der Bande.

Echtes Gemeinschaftserlebnis in über die Klassen gemischten Teams
 
Dass pfiffige an diesem internationalen Vergleichskampf, dass aus der Not eine Tugend gemacht worden ist. Da die „Kleinen“ nicht in bestimmten Klassen durchgängig komplette konkurrenzfähige Mannschaften stellen können, wurden durch einen ausgeklügelten Altersklassen-Faktor (nicht modelresults 2010) gemischte Teams von M/W 35 aufwärts möglich gemacht. Obendrein noch eine echtes Gemeinschaftserlebnis und Zusammengehörigkeitsgefühl. Titel- und Pokalverteidiger der von Massin gestifteten Trophäe ist Österreich, dass unter dem hammerwerfenden „Playing Captain“ Gottfried Gassenbauer (*1958) aus Wien sechsmal in Serie gewonnen hat.
Natürlich gilt der hehre Grundsatz, wonach der Bessere gewinnen soll. Aber ein Wechsel würde auch die „ewigen“ Platzierten bei Laune halten. Vielleicht sind ja diesmal die Hausherren dran, die schon 2018 hoch gehandelt worden sind und letztlich Dritte wurden. Übrigens: Während allenthalben und allerorten bei internationalen Wettkämpfen händeringend nach Ausrichtern gesucht wird (bei uns auch national), stehen mit der Schweiz (2020) und Österreich (2021) die beiden nächsten Gastgeber bereits länger fest. So können zusätzlich alle Beteiligten frühzeitig in die Pflicht genommen werden. Wobei wir von G.G. aus W. wissen, dass es mehr eine Ehre ist, auf die sich alle Jahr für Jahr riesig freuen.