Amputierte Landes-Seniorenmeisterschaften des Freistaates Bayern

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(Herzogenaurach/Schweinfurt/Krefeld, 09. Mai 2019) Eine Vorreiterrolle, zumindest in dieser Freiluftsaison, nimmt Bayern ein. Der weiß-blaue Freistaat eröffnet bei den Talenten von gestern und vorgestern (ab M/W30) nächsten Samstag im einstmals berühmt gewordenen Herzogenaurach (die Geburtsstätte von Adidas und Puma) den bundesweiten Reigen der Landes- respektive Verbandsmeisterschaften. Allerdings kommen sie amputiert daher, sind den Fraktionen von Lauf und Sprung vorbehalten. Die Zunft der Werfer zieht als wieder einmal fünftes Rad am Wagen am 29.Juni in Schweinfurt nach. Eine sehr unglückliche Lösung und Isolierung. Insbesondere für die gerade unter den Senioren*innen gar nicht so seltenen „Wanderer zwischen den Welten“ und „Alleskönner“, mitunter auch von eigenen Gnaden. Sie müssen für denselben Anlass zweimal anreisen. Schlimmer ist allerdings die Separierung, als handele sich bei dieser Teilung um eine Zwei-Klassen-Gesellschaft.

229 Gemeldete bei den abgespeckten Titelkämpfen

Die abgespeckten Titelkämpfe erfreuen sich eines sehr guten Zuspruchs. Darf dem Startnummern-Bingo und der eigenen Nachrechnung getraut werden, haben 229 Aktive mit zumeist Mehrfachnennungen (sieben in der Spitze!) ihre Visitenkarte abgegeben (siehe Link). Den Löwenanteil mit 25 Gemeldeten stellt die LG Stadtwerke München, die bekanntlich zur Wiesn-Eröffnung am 21.September 2019 im Dantestadion örtlicher Ausrichter des Team-Finales zu Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) sein wird. Treffliches Stichwort zur oben angesprochenen Vielseitigkeit. Jung-Siebziger Friedhelm Unterloh (*1949) vom STV Hünxe deckte beim NRW-Team-Endkampf in Emmerich die gesamte Palette von Lauf, Sprung und Wurf ab, war über 100 m, im Weitsprung, Kugelstoßen und auf Position zwei der Staffel nicht nur der eifrigste Punktesammler seiner Mannschaft.