Unendliche Geschichte um die Resultate des NRW-Team-Finales

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(Emmerich/Krefeld, 07. Mai 2019, 20 Uhr) Klappe, die dritte zum Thema hoch lebe die Statistik. Denn stimmen sollte sie allerdings schon. Das lässt sich von den zunächst veröffentlichten und wenig später nachgebesserten Ergebnissen beim NRW-Team-Endkampf in Emmerich nicht gerade behaupten. Da wurde heute Nachmittag als Art unendliche Geschichte oder Und täglich grüßt das Murmeltier" noch ein weiteres Mal korrigiert. Darunter sind auch die von uns im vorherigen Beitrag beanstandeten Resultate der Stg Essen-Rhede (M50) auf 9.712 und der Stg Rhein-Sieg auf 9.464 Punkte richtig gestellt worden. Damit haben sie gegenüber der ersten Fassung zugleich die Plätze getauscht. Bedeutungsvoller geht es nicht.

M-40-Staffel der Stg Ostwestfalen-Lippe soll nur 61,39 gejoggt sein

Ob nun wirklich alles niet- und nagelfest ist, da sind gelinde Zweifel angebracht. Nämlich schwerlich vorstellbar, dass die Sprintstaffel der Stg Ostwestfalen-Lippe in der M40 lediglich 61,39 Sekunden gejoggt sein soll, derweil sie im Vorjahr beim selben Anlass in Lüdenscheid noch formidable 48,43 gerannt sind. Es sei denn, sie wären vor lauter Jux und Dollerei ohne echte Konkurrenz in ihrer Altersklasse diesmal rückwärts gelaufen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Wie dem auch sei, dürften die jeweiligen Mannschaftsführer gut beraten sein, alles haarklein nachzuprüfen. Schließlich geht es für die Top-Teams auch um den Schnitt, in der Gesamtabrechnung mindestens Rang sechs für den Einzug in das bundesweite Team-Finale am 21.September 2019 in der „Weltstadt mit Herz“ München zu schaffen. Darauf dürfen sich gemessen an der vorjährigen Qualifikationsrangliste neun der angetretenen 16 von 17 gemeldeten Mannschaften (die W60 der Stg CSV-Troisdorf-Oedt fehlte) berechtigte Hoffnungen machen.

Falscher Messvorgang beim Kugelstoßen

Ein denkbar schlechtes Omen war der Auftakt im Eugen-Reintjes-Stadion zur „High-noon“-Zeit am Sonntag um 12 Uhr mittags, dem Kugelstoßen der M60 und 70. Der Kampfrichter am Ring feierte offenbar sein Debüt in diesem Wettbewerb, legte das Maßband in Stoßrichtung gesehen am hinteren, statt vorderen Balkenrand an. Das fiel seltsamerweise erst beim vierten Starter auf, nachdem ein Teilnehmer interveniert hatte. Der Schiedsrichter Wurf ordnete daraufhin einen Neubeginn an.
Den schrillen Schlussakkord bildete im Wettkampfbüro vor Ort der Absturz der Software von SELTEC. Das hat immerhin den Vorteil, dass keine durchgängige Siegerehrung stattgefunden hat und keine falschen Urkunden ausgehändigt worden sind.
Mit der blau eingefärbten Verlinkung öffnet sich die abermals bereinige Ergebnisliste. Unterdessen jedoch wenigstens nicht mehr im wilden Altersklassen-Mix, sondern im steten Wechsel aufsteigend ab M/W30. Allemal ein kleiner Fortschritt.