Arbeitsfreie "Tag der Arbeit" nicht mehr hohe Fest der Leichtathletik

(Krefeld und die Republik, 01. Mai 2019) Früher war mehr Lametta! Nein, es ist natürlich nicht schon wieder Weihnachten. Dieser Loriot-Spruch ist lediglich als rhetorische Ouvertüre das Synonym dafür, dass ehedem für die werktätige Bevölkerung der arbeitsfreie „Tag der Arbeit“, eben der 01.Mai, aber auch die (Un-)Ruheständler, zugleich der hohe Festtag der Leichtathleten war. Vergangenheit halt. Aus und vorbei! Jahr für Jahr brechen aus vielfältigen Gründen immer mehr Veranstaltungen weg. Und Besserung ist nicht in Sicht, da nahezu keine neuen Sportfeste und Werfertage hinzukommen, um diese Lücken zu schließen.

Einstige Angebotspallette ist längst passé

Bezogen auf den Mai-Feiertag konnte man sich dereinst in einem Radius von etwa 50 bis 80 Kilometern aus einer Angebotspallette das Meeting seines Vertrauens aussuchen. Heutzutage sind es bundesweit vielleicht noch zehn Sportfeste die wirklich für Lauf, Sprung und Stoß/Wurf sowie für alle Klassen, also auch Senioren/innen, etwas im Portfolio haben. Aufgemacht am eigenen Beispiel, so ich den noch ein Stück Eisen wegstoßen wollte, müsste ich nunmehr hunderte Kilometer zu einem Wettkampf fahren. Eines unschönen Tages dürfte es schwierig werden, sich mangels Möglichkeiten im zumutbaren Rahmen überhaupt noch für Meisterschaften zu qualifizieren.
Quo vadis? Wohin gehst du, ehemals glorreiche Leichtathletik? Ganz zu schweigen von in Spitze und Breite stetig sinkendem Niveau.