Straddle-Interpret Gunther Spielvogel wird heute Fünfundsiebzig

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(Leverkusen/Krefeld, 27. April 2019) Nur die Harten kommen in den Garten. Wer während des 2.Weltkrieges geboren wurde und danach in schweren Zeiten aufgewachsen ist, hat bereits eine beinharte Schule, im wahren Wortsinne einen Überlebenskampf, hinter sich. Aus diesem Holz sind Leichtathleten geschnitzt, die ihrer Sportart häufig auch als Aktive allen denkbaren Unbilden zum Trotz von der Wiege bis zur Bahre treu bleiben. Einer aus der momentanen M70- bis 80-Generation ist Gunther Spielvogel (*27.04.1944) vom TSV Bayer Leverkusen, der – wie am Geburtsdatum unschwer abzulesen – just heute sein 75. Lebensjahr vollendet.
Als sich Klein-Gunther, ja, ohne zwei Pünktchen über dem u (falsch geschriebene Urkunden erhält er noch heutzutage), irgendwann auf den Hochsprung spezialisierte, war der Fosbury-Flop vom drei Jahre jüngeren US-Amerikaner Dick Fosbury (*06.03.1947) noch nicht erfunden. Der Leverkusener erlernte dereinst den Straddle-Stil, auch Tauchwälzer genannt, dem er ebenfalls die (Hochsprung-)Stange hielt. Aber er war zumindest damals mittendrin, als der US-Boy 1968 in Mexico City mit 2,24m Olympiagold gewann, wurde durch eine Patellasehnen-Reizung gehandikapt mit 2,14m immerhin noch Siebter und damit Bester der drei deutschen Vertreter.
Auf diesem Wege auch meinen herzlichen Glückwunsch, der ich das fortgeschrittene Geburtstagskind als Mit-Vierundvierziger seit 1966 persönlich kenne und als tollen, disziplinübergreifenden Sportkameraden schätze!
Mehr zu dem Jubilar unter Wikipedia und mit zwei Bildern versehen auf der Netzseite seines Klubs.