Einstiger Diskuswerfer Alfred Abeln verstarb 75-jährig an Karsamstag

(Düsseldorf-Wittlaer/Krefeld, 25. April 2019) Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Es macht aber auch vor dem Tod nicht halt. Wie der Verfasser dieser traurigen Kunde erst heute erfahren hat, ist der ehemalige Diskuswerfer Alfred Abeln (*11.07.1943, †20.04.2019) aus Düsseldorf an Karsamstag 75-jährig nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Der Nachruf für einstige Sportkameraden ist für mich weit mehr als bloße Chronistenpflicht. Denn meist, auch in diesem Falle, kommt große persönliche Betroffenheit und Anteilnahme hinzu. Wegen seiner Initialen A.A. steht er obendrein an erster Stelle in meinem privaten Telefonverzeichnis, habe seine Rufnummer in der Vergangenheit häufiger gewählt, um Verabredungen mit ihm zu treffen. Die geografische Nähe fügte es, dass wir bisweilen im Stadion Löschenhofweg in Krefeld-Uerdingen gemeinsam trainiert haben. Der Zufall war allerdings Pate, als wir uns im April 2005 im Beach & Sport Resort Alfamar an der Algarve in der Nähe von Albufeira (Portugal) über den Weg gelaufen sind. Übrigens sein Lieblingsort in der Kombination für Training und Urlaub, an dem er so manche Größen der Zunft wie den „Herrn der Ringe“ Lars Riedel kennen gelernt hat.

Ein 15 Jahre währender Kampf mit der heimtückischen Krankheit

Bereits sehr früh hat mir Alfred von seiner 2004 aufgebrochenen heimtückischen Krankheit erzählt, die nur Männer bekommen können. Er hat diesem Kampf an- und aufgenommen, gab trotz steter Rückschläge die Hoffnung nie auf, kehrte immer wieder in den Ring zurück, hat zehn Operationen und alle möglichen Therapien über sich ergehen lassen, ehe er ihn nach 15 (!) Jahren dann doch verlor. Gut, den stets braungebrannten Mann mit dem schlohweißen, vollen Haupthaar und den auch noch im fortgeschrittenen Leistungssportalter der M70 toll austrainierten, muskulösen Körper mit diesem Bild im fotografischen Gedächtnis in Erinnerung zu behalten.

Morgen, Freitag, tritt Alfred seine ultimativ letzte Reise an

Aus seiner sportlichen Vita sticht hervor, dass er als bekennender „Teamplayer“ mit dem Pulheimer SC einige Titel durch verschiedene Klassen bei der Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) dank exzellenter Diskus-Weiten mit gewinnen half. Aber auch als Solist war er bis hin zu WM-Bronze sehr erfolgreich. Seine absolute Bestleistung warf er im September 2003 mit 53,17m in der M60. Der Wahl-Pulheimer aus der NRW-Landeshauptstadt gehörte als Senior in seiner Spezialdisziplin über viele Jahre hinweg zur absoluten deutschen Spitzenklasse, war mehrfach unter den ersten Fünf in der Jahresbestenliste. Und das trotz latent vorhandener, nie ausgeheilter Krankheit. Nahezu unfassbar. Nicht zuletzt mental.
Der Verstorbene hinterlässt Ehefrau Marlen, einen Sohn und eine Tochter sowie sechs Enkelkinder. Die Trauerfeier für ihn findet morgen, Freitag, um 11.30 Uhr in der  St. Remigius Pfarrkirche in Düsseldorf-Wittlaer auf dem Pastoratsweg 23 statt, im Anschluss daran erfolgt die Beisetzung auf dem Friedhof Wittlaer, Bergesweg.