Als Mann der ersten Stunde feiert Sigi Heinrich mit Eurosport 30-Jähriges

(Paris/Krefeld, 04. April 2019) Er ist der Mann der ersten Stunde, wechselte 1989 von der angesehenen Süddeutschen Zeitung als Reporter und Kommentator zum neu gegründeten privaten Spartensender EUROSPORT mit Hauptsitz in der französischen 2,2-Millionen-Metropole Paris. Mit ihm feierte Siegfried „Sigi“ Heinrich (*1953) aus Wolfratshausen nunmehr 30-jähriges Bestehen. Außer in Deutschland übertagen die Franzosen mittlerweile in 58 europäische Nationen und 20 Sprachen. In den Anfängen hat Heinrich mit seiner angenehmen Mikrofonstimme und seinem unverwechselbaren, von ihm auch ein bisschen gepflegten bayerischen Akzent über so ziemlich alle übertragenen Sportarten pointiert berichtet. Bei allmählich gewachsenem Kollegenkreis liegen inzwischen seine Interessenschwerpunkte beim Biathlon, worüber er zusammen mit Ex-Biathlet Frank Luck ein Buch veröffentlicht hat, und der Leichtathletik.

Ein im doppelten Wortsinne ausgezeichneter Mann

Weder hier noch da nimmt der fachkompetente und äußerst schlagfertige 65-Jährige ein Blatt vor den Mund, legt wenn nötig wo immer es hakt in gekonnter Rhetorik symbolisch den Finger in die Wunde. Bei Leichtathletik-Übertragungen wird er gewissermaßen zu einem von uns, kann regelrecht sauer werden, wenn die ahnungslosen Bildregisseure mal wieder nach dem Motto Lauf vor Sprung und Wurf verfahren, statt einen Finalversuch bei Kugel, Diskus, Speer oder Hammer zu zeigen, die siebte Zeitlupen-Wiederholung in irgendeinem x-beliebigen Vorlauf abnudeln. Heinrich ist im doppelten Wortsinne ein ausgezeichneter Mann. Er wurde mit seinem ehedem kongenialen Partner Dirk Thiele (*1947) 2008 für die beste Sportsendung des Jahres mit dem Deutschen Fernsehpreis geehrt. Als Solist erhielt die deutsche Stimme von EUROSPORT 2006 den „Biathlon-Award“ der Internationalen Biathlon-Union (IBU) und 2014 den Bayerischen Sportpreis in der Kategorie „Herausragende Präsentation des Sports“.
Erfreulicherweise verschwendet er noch keinen Gedanken an den Ruhestand. „So lange es stimmlich und gesundheitlich geht und mich der Sender behalten möchte, werde ich weitermachen“, ließ der bekennende Bayer in einem zweiseitigen Interview mit dem April-Magazin „Sportjournalist“ wissen.
Als Print-Kollege und Zuschauer in Personalunion bekunde ich: Und das ist gut so!