Lothar Huchthausen dominierte seine Paradedisziplin Speerwurf

(Torun/Krefeld, 28. März 2019) Fangen wir mal gleich vom gestrigen Tag der Hallen-Weltmeisterschaften mit Winterwurf im polnischen Torun mit der wundersamen „Brotvermehrung“ im Speerwurf der W65 und der nachfolgend 1:1 veröffentlichten Online-Ergebnisliste an. Das ist selbstredend in Bausch und Bogen gequirlterBullshit" (liest sich netter als Sch...) und demzufolge ohne jede Gewähr auf auch nur irgendetwas. Gehen wir schlechterdings zunächst einmal von den sich darstellenden Fakten aus. Die angeblich siegreiche Finnin soll bei einer Meldeleistung von 25,58m mal flugs den bestehenden Weltrekord (37,32m) in einer Traumserie um 10,24m buchstäblich pulverisiert, gewissermaßen in Luft aufgelöst haben. Nicht minder fabelhaft das deutsche Quartett, das – exakt in der Reihenfolge seiner Platzierungen – bei gemeldeten Weiten von 22,38, 25,01, 25,25 und 24,10m den deutschen Rekord (28,79m) ausnahmslos deutlich übertroffen haben soll. Da das im jüngst angebrochenen Frühling ja restlos alles Fantasie mit lauter Schneegestöber ist, muss einen auch nicht weiter wundern, dass bei dem Sextett ab dem dritten Rang lediglich drei Versuche ausgewiesen worden sind, wo doch derer sechs garantiert gewesen wa(e)ren.

1

2

939

RAJAMÄKI Riitta

W65

 

Finland (FIN)

45.44

x

45.69

47.31

x

47.56

47.56

   

 

8

6

1639

DRAYSS Irene

W65

 

Germany (GER)

37.86

37.70

36.89

37.84

39.10

38.14

39.10

   

 

9

4

1965

SCHUMACHER Marianne

W65

 

Germany (GER)

30.80

x

34.93

     

34.93

   

 

10

1

1955

SCHMITT Karin

W65

 

Germany (GER)

32.48

33.65

34.61

     

34.61

   

 

11

5

1837

MACHNER Regina Sabine

W65

 

Germany (GER)

33.27

x

33.62

     

33.62

   

 

15

3

3158

KAPTURSKA Danuta

W65

 

Poland (POL)

23.09

27.56

25.15

     

27.56

   




Speerwurf: Neben W65 auch deutsche Nester in der M75 und 80

Was die Statistik sonst noch so hergab, darf als glaubhaft unterstellt werden. Dabei herausragend aus deutscher Sicht der hoch überlegene Erfolg von Wurf-Allrounder Lothar Huchthausen (im Bild) von der LG Altmark mit 37,96m in seiner Paradedisziplin Speerwurf. Der frühere Fischer aus Sachsen-Anhalt, der schon länger bevorzugt Goldmedaillen angelt, hätte mit allen fünf gültigen Versuchen die Konkurrenz der M80 für sich entschieden, die zur Hälfte des achtköpfigen Feldes aus seinen Landsleuten bestand. Mit gleicher Prozentzahl, aber ein noch eindrucksvolleres deutsches Nest war in der M75 mit sieben von 14 Startern auf den Rängen 2, 3, 4, 6, 9, 11 und 12 zu verzeichnen.
Resultate aller deutschen Medaillengewinner. – Seniorinnen, Speer: W55 (9 Teilnehmerinnen von 40,75 bis 12,80m): 3. Angela Müller 34,61m; W60 (24 TN von 29,64 bis 8,09m): 1. Wiebke Baseda 29,64m; W65: ???;  W70 (12 TN von 26,08 bis 10,18m): 2. Kristina Hanke 25,07m, 3. Eva Nohl 20,90m; W75 (7 TN von 21,19 bis 11,39m): 1. Christa Helmke 21,19m; W80 (7 TN von 27,51 bis 7,48m): 3. Rosemarie von Westerholt 17,53m; W85 (2 TN von 13,04 bis 11,46m): 1. Lieselotte Leiss 13,04m.
Senioren: Diskus: M55 (16 TN von 47,56 bis 25,66m): 3. Karsten Schneider 44,72m; M65 (24 TN von 45,17 bis 19,84m): 3. Siegfried Greiner 44,05m.
Speer: M75 (14 TN von 41,23 bis 20,97m): 2. Siegbert Gnoth 34,91m, 3. Ewald Jordan 32,85m; M80 (8 TN von 37,96 bis 19,86m): 1. Lothar Huchthausen 37,96m; M90 (5 TN von 20,08 bis 11,26m): 3. Franz Gries 16,95m.
Gewichtwurf: M45 (12 TN von 18,10 bis 7,09m): 3. Sören Triebel 14,19m. – Alle Ergebnisse.