Viele bekannte LA-Senioren/innen morgen bei Hallen-DM im Steinstoßen

(Frankfurt-Kalbach/Krefeld, 09. März 2019) Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Rasenkraftsport (RKS) und Leichtathletik artverwandt sind, beim Hammerwurf gar deckungsgleich, die beiden nationalen Spitzenverbände DRTV und DLV vernünftigerweise miteinander kooperieren, der werfe einen etwas tieferen Blick in die nachfolgend verlinkte Meldeliste. Bei den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften im Steinstoßen, der kleinere Bruder mit schwereren Geräte vom Kugelstoßen, morgen in Frankfurt-Kalbach tauchen viele bekannte Werfer/innen aus der Leichtathletik auf, wovon einige erst voriges Wochenende in Halle/Saale bei der DM auf dem Siegertreppchen standen. Die meisten sind indes unter anderen Vereinsnamen „getarnt“. Denn in aller Regel, von wenigen Ausnahmen wie zum Beispiel Erfurt, Leichlingen und Mutterstadt abgesehen, unterhalten die Klubs nicht beide Abteilungen, die den jeweiligen Verbänden angeschlossen sind.

Ein positiver und ein negativer Unterschied

Und es sind noch zwei signifikante Unterschiede dieses „Gemischten Doppels“ mit einigen Gemeinsamkeiten vorhanden. Das Positive: Beim RKS gibt es der Chancengleichheit wegen bei den Senioren und Seniorinnen jeweils drei unterschiedliche Gewichtsklassen. Deshalb müssen die Teilnehmer in einer bestimmten Frist vor dem Wettkampf auf die Waage. Da hat so manche/r Grenzgänger/in zwischen den Klassen noch kurz vorher Gewicht „abgekocht“. Wenn ein paar Gramm fehlten, musste bisweilen auch die Unterwäsche dran glauben. Kein Scherz!
Das Negative: Angelehnt an den Kraftsport (Gewichtheben und Kraft-Dreikampf) werden die Altersklassen im Zehnjahrestakt fortgeschrieben. Das hat mit Chancengleichheit wiederum herzlich wenig zu tun. Alle bereits seit Jahrzehnten immer wieder mal eingebrachten Anträge auf Änderung scheiterten mit abenteuerlichen und hanebüchenen Begründungen an der Halsstarrigkeit der altvorderen Traditionsbewahrer im Verband.