Kugelstoßerin Christina Schwanitz knapp am Titel bei Hallen-EM vorbei

(Glasgow/Halle an der Saale/Krefeld, 04. März 2019) Halten wir es an Rosenmontag ausnahmsweise mal relativ kurz und knackig. Denn „de Zoch kütt“ (der Zug kommt) gleich, so er wegen latenter Sturmgefahr nicht doch noch auf der letzten Rille abgesagt werden sollte. Lassen wir der Dame mit noch nicht ausgeübtem Seniorinnen-Status den Vortritt. Die 33-jährige Kugelstoßerin Christina Schwanitz (im Bild) hatte ein Déjà-vu-Erlebnis der negativen Art. Ganz ähnlich dem Heimspiel bei der Stadion-EM 2018 in Berlin musste sich der Schützling von Trainer Sven Lang zunächst lange in Führung liegend schlussendlich doch geschlagen geben. Diesmal bei der Hallen-EM der Männer/Frauen gestern im schottischen Glasgow bei 19,11 zu 19,12m gar nur um einen winzigen Zentimeter.

Ausgleichende Gerechtigkeit spricht indes für die bulgarische Siegerin

Fraglos ärgerlich. Doch damals wie jetzt verkrampfte der sächsische „Kugelblitz“, vermochte nicht zu kontern und das Potenzial (Weltjahresbeste mit 19,54m) auszuschöpfen. Bleiben wir jedoch bei allem Patriotismus neutral und objektiv. Die erfolgreiche, sehr athletische, keine träge Masse mit sich herum schleppende Bulgarin Radoslava Mavrodieva stieß nicht nur im fünften Versuch persönliche Bestleistung, sondern hatte gegenüber Schwanitz (18,77 18,67, 19,11, x, x, 18,83) die deutlich bessere Serie von 18,74, 18,49, 18,60, 19,01, 19,12 und 18,96m. Wenn man so will obendrein ausgleichende Gerechtigkeit bei dem metrisch knappsten aller Resultate. Wohlgemerkt – metrisch. Weitengleichheit mit dem nächstbesten Versuch ist selbstredend auch schon vorgekommen. C’est la vie – so ist das Leben und nicht zuletzt der Sport. Mehr auf leichtathletik.de.

Andy Dittmar fehlten lediglich drei Zentimeter an neuem deutschen Rekord

Wenden wir uns den Talenten von gestern und vorgestern zu, die bei den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf in Halle an der Saale zu ihrem saisonal nationalen Höhepunkt an den Start gingen. Kaprizieren wir uns aus eingangs erwähntem Grund auf den bereits in der Vorschau genannten kugelstoßenden Vorzeige-Senior Andy Dittmar (*1974) von BiG Gotha. Der „Mr. Zuverlässig“ wurde bei seinem ersten Meisterschaftsstart in der M45 seinem Ruf mit einer 18 vor dem Komma einmal mehr gerecht. Die sollten indes bis zum finalen sechsten Versuch (18,06m) auf sich warten lassen. Damit verfehlte der noch 44-jährige Thüringer seinen schon eigenen deutschen Hallenrekord der M45 (18,08m) lediglich um zwei Zentimeter. Wären wir also wieder beim Thema der hauchdünn verpassten Gelegenheiten.
Alles Weitere mühselig bei fehlender Zusammenfassung unter diesem Link.