UNESCO sei Dank: Heute ist der "Internationale Tag der Muttersprache"

(Krefeld und die weite Welt, 21. Februar 2019) Deutsche Sprache, schwere, aber auch vielfältige, schöne und enorm ausdrucksstarke Sprache. Und heute wird sie neben allen anderen auf diesem Globus gefeiert. Die UNESCO hat seit dem Milleniumsjahr 2000 den 21.Februar als „Internationalen Tag der Muttersprache“ zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit ausgerufen (siehe Link). Das sollten sich hierzulande all jene – darunter nicht zuletzt der DLV alias die GAA (= German Athletics Association) – zu Herzen und Hirn nehmen, die dem Anglizismus-Wahnsinn anheimgefallen sind und auf Teufel komm 'raus huldigen.
Es gibt nämlich schlankweg nichts, was sich nicht treffend in Deutsch ausdrücken ließe. Nur mal so zum Staunen: Dafür stehen 4,7 Milliarden (!) Wortformate zur Verfügung. Und noch ein paar Buchstabenspiele aus dem Kuriositäten-Kabinett (Quelle Heft 7 der „Funkuhr“): Abrakadabra enthält mit fünf an der Zahl die meisten As und Magermilchjoghurt alle Vokale in alphabetischer Reihenfolge. Der längste Satz in der deutschen Literatur hat 1.077 Wörter, zu finden in „Tod des Virgil“ von Hermann Broch. Und Reliefpfeiler ist das längste Palindrom, ergibt also rückwärts gelesen dasselbe Wort. Damit – fiel mir gerade als Vertreter der Zunft ein – kann Rentner nicht konkurrieren.
Mehr Kurioses im Buch „Warum Deutsch die wundervollste Sprache der Welt ist“ von Marlene Fischer, erschienen im Riva-Verlag und für übersichtliche 9,99 Euro im einschlägigen Fachhandel zu haben.