Ex-Diskuswerfer Alwin J.Wagner setzt seinen Feldzug gegen Doping fort

(Melsungen/Landshut/Krefeld, 06. Februar 2019) Seinen missionarischen Feldzug gegen Doping setzt Alwin J.Wagner (im Bild) aus Melsungen in Hessen unverdrossen fort. Wenn nicht er, wer sonst könnte das mit jede Menge Insiderwissen glaubhaft und nachhaltig rüberbringen?! Denn der Polizei-Hauptkommissar a.D. und einstige Weltklasse-Diskuswerfer (Bestleistung 67,80m), obwohl nie positiv getestet, outete sich noch während seiner Karriere unerlaubte Mittel (anabole Steroide) genommen zu haben, vollzog so gewissermaßen die Wandlung vom Saulus zum Paulus.
Mit seinen unzähligen Vorträgen zum Thema geht er bevorzugter weise an die Basis. Der 68-jährige (Un-)Ruheständler wird heute von 14 bis 15.30 Uhr am Hans-Carrossa-Gymnasium in Landshut (Bayern), einstmals sportlich bekannt geworden durch Eishockey mit den Heroen Alois Schloder und Erich Kühnhackl, zu den Schülern eines Sportseminars und der 11.Jahrgangsstufe eingedenk seiner Entertainer-Qualitäten ebenso launig wie eindringlich sprechen.

Er wird die Perversität der deutschen Sportpolitik schonungslos aufzeigen

Mit einem Originalwortlaut ein paar Auszüge dessen, was die Jugendlichen erwartet: „Bei meinem Anti-Doping-Vortrag werde ich
nicht nur auf die Gefahren des Dopings und des Missbrauchs von Drogen hinweisen. Ich werde auch schonungslos die Perversität der deutschen Sportpolitik aufzeigen. Mich hat es als Athlet schon gestört, mit welcher Heuchelei unsere Politiker und Funktionäre in der Öffentlichkeit aufgetreten sind. Im Auftrag der Politik wurden die Qualifikationsleistungen zur Teilnahme an den internationalen Meisterschaften so hoch geschraubt, dass die meisten Athleten von uns durch die überhöhten Normen zum Doping-Missbrauch gezwungen wurden. Auch die Verbandsärzte und Trainer, die bei diesem Unternehmen mitmachten, luden große Schuld auf sich. Und weil man den Dreck auf einer Treppe von oben nach unten kehrt und nicht umgekehrt, ist der einzelne Athlet das letzte Glied in dieser Doping-Kette.“

„Sportgeschichte ist auch eine des Betrugs und der Manipulation“

Und weiter: „Ich freue mich, dass ich wieder ein wenig zur Aufklärung der deutschen Dopingvergangenheit beitragen kann. Die Geschichte des Hochleistungssports ist nämlich nicht nur eine Geschichte großartiger Leistungen von herausragenden Persönlichkeiten, die Geschichte des deutschen Hochleistungssports ist auch eine Geschichte des Betrugs und der Manipulation.“
Mit den blau unterlegten Verlinkungen geht es zum entsprechenden Beitrag auf der Netzseite des Gymnasiums und dem Eintrag über Wagner auf Wikipedia.