Margit Jungmann just heute 100 Tage als WMA-Präsidentin im Amt

Kolumne

Moment mal

(Rehlingen/Krefeld,
 25. Dezember 2018)
Frauen an die Macht. Warum denn auch nicht? Wenn sie klug und engagiert genug sind, dazu über die unabdingbare erforderliche Sach- und Fachkompetenz verfügen. Die Verlegerin Aenne Burda ist im Nachkriegs-Deutschland als Wirtschaftswunderfrau ein leuchtendes Beispiel dafür (jüngst als Zweiteiler in der ARD). Allerdings blieb es bis auf ein paar starke Vertreterinnen des vermeintlich schwächeren Geschlechts nach ihr im Wirtschaftsleben eher Mangelware. Anders in der Politik und bei Ehrenämtern aller Art. Hier wie dort gilt nach einer Wahl eine 100-tägige Schonfrist für die neuen Amtsinhaber, sich mit allen Dingen vertraut zu machen, Personalentscheidungen auf den Weg zu bringen und erste Maßnahmen zu treffen.

Mediale Stillhaltephase abgelaufen

Diese mediale Stillhaltephase ist just heute am 1.Weihnachtstag bei Margit Jungmann (im Bild) aus Rehlingen abgelaufen, der seit 17.September 2018 neuen Präsidentin des Senioren-Weltverbandes World Masters Athletics (WMA). Eigentlich hätte der Zeitraum bei der Frau die auch den Mann im Namen trägt deutlich kürzer bemessen werden können, da sie bereits fünfjährige Erfahrungen als Vizepräsidentin in die Waagschale werfen konnte.
Allerdings ganz schwer zu beurteilen, was sie bisher so geleistet und auf den Weg gebracht hat. Sie wollte zwar bei ihren insgesamt hochfliegenden Plänen (siehe Interview auf leichtathletik.de) die Kommunikations- und Marketingstrategie verbessern, aber auf der Internet-Plattform der WMA drang
von ihr so gut wie nichts nach außen.

Öffentlichkeitsarbeit lässt sehr zu wünschen übrig

Immerhin rang sich die präsidiale „Saarperle“ auf der letzten Rille Weihnachts- und Neujahrsgrüße an ihr weltweites F
ußvolk ab (nicht im Stehsatz, wird gelegentlich eingeblendet). Wenn es jedoch um Substanzielles geht, spielte sich seit ihrer Installierung herzlich wenig auf der WMA-Seite ab (letzte News vom 04.Dezember 2018). Wie sollen die mickrigen Zugriffszahlen bei so wenig Bewegung wachsen? Die Antwort liegt auf der Hand: Eine schiere Unmöglichkeit!
Und personell? Die 62-jährige „Mutter Teresa“ der Senioren-Leichtathletik berief den Wirtschaftsjuristen und DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf aus Gotha in den Rechtsausschuss des Weltverbandes (Komitee Law & Legislation). Bis dato wird er dort namentlich nicht geführt. Überhaupt datieren hier alle Einträge mit Stand 15.Januar 2018 und feiern bald Einjähriges. Ein Unding, da nach einer Wahl alle Komitees in aller Regel neu besetzt werden (müssen).
Soviel zum Thema Verbesserung von Kommunikation und Marketing. Fehlstart, nennt sich das dann
in der Fachsprache. Zumindest was die Außendarstellung anbelangt. Und da darf Jungmann ja wohl noch beim Wort genommen werden.