Hallen-WM 2019 hat bereits die Tore zum Anmeldeverfahren geöffnet

(Torun/Krefeld, 14. Oktober 2018) Bekanntlich fängt der frühe Vogel den Wurm. Beliebig übertragbar ist dieses geflügelte Wort aus Volkes Mund indes nicht. Mitunter kann es durchaus geboten sein, etwas länger zu warten. Denn wer will heute schon allen Ernstes einschätzen können, von Wissen ganz zu schweigen, ob er im März 2019 für die Hallen-Weltmeisterschaften mit Winterwurf der Ü35-Generation im polnischen Toruń (deutsch Thorn) gesund und fit ist? Bereits ein vergleichsweise simpler Erkältungsinfekt zur absoluten Unzeit während der heißen Phase der Vorbereitung kann einen gehörigen Strich durch die schöne Rechnung machen und etwaige Medaillenträume wie eine Seifenblase zerplatzen lassen. Deshalb scheint es – die üblicherweise vielen Sporttouristen einmal ausgeklammert – klüger zu sein, den Meldeschluss 29.Januar 2019 weitestgehend auszureizen. Aber wie bei allen Dingen im Leben, ist dem mehr oder weniger ausgeprägten Tatendrang der Individuen keine Grenze gesetzt.

Ein Affront: Keine deutschsprachige Version der Veranstalternetzseite

Aber damit wir hier nicht über den Bart des Kaisers fabulieren, haben wir uns mal auf der Veranstalternetzseite unter www.wmaci2019.com ein wenig umgesehen. Dabei sticht als Erstes höchst unangenehm ins Auge, dass die Organisatoren offenbar nicht mit deutschen Teilnehmern/innen (614 Gemeldete waren es jüngst bei der Stadion-WM in Málaga) rechnen. In der Kopfleiste wird ein Fenster Sprache auswählen angeboten. Deutsch befindet sich in der insgesamt zehn ausländische Nationen umfassenden Palette nicht darunter. Selbst wenn viele unserer Multi-Kultis natürlich fließend vor- und rückwärts in Wort wie Schrift koreanisch, russisch, ukrainisch oder schwedisch können, ist das, noch nett formuliert, kein feiner Zug. Es kann sogar als Affront und überspitzt betrachtet späte Repressalie für so manches von unseren Vorfahren den Gastgebern angetanes Ungemach gewertet werden. Ein guter Grund, dort nicht zu starten! Es wird freilich ein frommer Wunsch bleiben, die Germanen werden zu Hunderten in die an der Weichsel gelegene pommersche 202.000-Einwohner-Stadt pilgern, die 2015 schon Schauplatz der Senioren-Hallen-Europameisterschaften war.
Aber im Zweifel hilft sicherlich die überwiegend in Rehlingen-Siersburg lebende Margit Jungmann als höchste Repräsentantin des Senioren-Weltverbandes WMA ihren weniger sprachbegabten Landsleuten weiter. Dazu hier der Pfad zu ihrer präsidialen E-Mail-Adresse.