Margit Jungmann mit überwältigender Mehrheit zur Präsidentin gewählt

(Málaga/Krefeld, 09. September 2018) Wunder gibt es immer wieder, hat Schlagersängerin Katja Ebstein in dem Titel für den Eurovision Song Contest 1970 behauptet. Diesmal nicht. Wer 1 und 1 zusammenrechnen kann und unseren gestrigen Beitrag gelesen hat, den wird das indes nicht sonderlich überraschen. Margit Jungmann (im Bild) aus Rehlingen profitierte von ihrem fast fünfjährigen Amtsinhaberbonus als „Vize“ und wurde gestern Mittag bei der Generalsversammlung des Senioren-Weltverbandes World Masters Athletics (WMA) im Konferenzraum des NH-Hotels in Málaga zur neuen Präsidentin gewählt. Die 61-jährige Lehrerin aus dem Saarland tritt damit die Nachfolge des scheidenden australischen „Reisekönigs und Turban-Tünnes“ Stan Perkins an. „Uns Margit“ setzte sich bereits im ersten Wahlgang bei 143 abgegebenen Stimmen mit einer überwältigen Mehrheit (110) gegen den Finnen Vesa Lappalainen (19) und den US-Amerikaner Gary Snyder (12) durch. Schnellrechner werden entdeckt haben, dass da zwei Delegierten-Stimmen fehlen, die offenbar das Kreuz sonst wo machten.

Ein deutscher „Paarlauf“ in Europa und der Welt

Spielt aber bei dem fulminanten Ergebnis und Vertrauensvorschuss von annähernd 77 Prozent eine völlig untergeordnete Rolle. Dem muss die „Saarperle“ nun gerecht werden und fortan unter Beweis stellen, dass sie fürwahr eine Preziose ist. Spannend wird schon allein die Frage sein, ob sie sich von der unseligen, schlafmützigen WMA-Statistikerin Sandy Pashkin (Eugene/USA) weiterhin auf der Nase herumtanzen lässt. Sei noch angemerkt, dass sowohl das höchste kontinentale europäische sowie globale Ehrenamt mit Kurt Kaschke aus Freudenstadt und eben Jungmann in den Händen eines deutschen „Pärchens“ liegt. Ein Novum. Von wegen „America first“. Wenigstens auf diesem Gebiet nicht! Das wäre freilich auch in Europa nicht möglich. Aber wer weiß...?
Big Brother" ist schließlich überall!

Drei von fünf Weltmeisterschaften in Kanada

Was die Aktiven aus aller Herren Länder, damit auch Deutschland, Österreich und der Schweiz, viel mehr interessiert als für sie ohnehin meist nicht spür- und schon gar nicht beeinflussbare Administratoren an den Hebeln der Macht, sind die bei der Generalversammlung bestätigten oder aktuelle vergebenen Weltmeisterschaften der kommenden vier Jahre der Legislaturperiode. Dabei geht es sehr kanadisch mit drei von fünf Terminen zu:
Marathon 2018 am 21.Oktober in Toronto (Kanada), Halle 2019 vom 24. bis 30.März in Torun (Polen); Stadion 2020 vom 20.Juli bis 01.August in Toronto; Halle 2021 vom 06. bis 12.April in Edmonton (Kanada); Stadion 2022 vom 17. bis 27. August in Göteborg (Schweden).